Datenschutzerklärung I Impressum

600

EHRENAMT

Die Seite für Ehrenamtliches Engagement

"Wer nichts für andere tut, tut nichts für sich..."(Johann Wolfgang von Goethe)

bequem
"Vielen Dank, ich sitze bequem !"

Ist das nicht Ihr Ding ? Sind Sie lieber aktiv, suchen Sie Herausforderungen, Begegnungen, interessante Tätigkeiten abseits vom beruflichen Stress aber durchaus mit Tiefgang ? 

Die AWO bietet Ihnen vielfältige Möglichkeiten und baut auf Menschen wie Sie !

Wunder werden nicht erwartet:

wunder

Aber die Bereitschaft, etwas verbindlich für sich und andere zu tun,
sollte schon vorhanden sein. Man muss sich aufeinander verlassen können.

Mögliche Einsatzfelder (nur eine Auswahl der vielfältigen Möglichkeiten):

Singen:

Perkos
Ort: Scheffelstraße 30, 78224 Singen

Tätigkeit: Entweder Büro: Führen von Listen, Post, Einkauf, Fahrdienste oder: Angebote mit den Teilnehmenden wie zb Sport (1-2 mal pro Woche: Walken, Ballspiele, Bogenschießen ect) Kreatives (Musik machen, malen) Englisch ect.
Ansprechpartner: Udo Engelhardt / Petra Farina
Tel.: 07731 789571
Fax: 07731 8275965
E-Mail:perkos@awo-konstanz.de


Radolfzell:

AWO-Integrationskurse
Ort: Radolfzell
Tätigkeit: Sprachpaten (Integrationskursteilnehmerin/Ehrenamtliche) zur Wiederholung und Übung der Deutschkenntnisse, die im Integrationskurs erworben wurden
Ansprechpartner:
AWO-MBE-Radolfzell, Zekine Özdemir, 07732 941589, migration@awo-konstanz.de

AWO Seniorenwohnanlagen Radolfzell
Ort:
Neuer Wall 9, Mezgerwaidring 70, 78315 Radolfzell
Tätigkeit: Donnerstags von 13:30 -16:00 Uhr Mithilfe beim Kaffeenachmittag,
1 Stunde wöchentlich Gymnastik oder Sitzgymnastik nach Absprache
Ansprechpartner:
C. Kaiser,
07732 950759, swa-radolfzell@awo-konstanz.de
E. Störk,
07732 979308, mezgerwaidring@awo-konstanz.de


Radolfzell-Güttingen:

Ambulant betreute Wohngemeinschaft für Senioren Radolfzell-Güttingen
Tätigkeiten: 
Unterstützung der Senioren in ihrem möglichst normalen und selbstbestimmten Alltag, Haushaltsführung
Individuelle Betreuung
Unterstütztung der Gruppe bei Gemeinschaftsaktivitäten
Sicherheitsgefühl vermitteln
Ansprechpartner:
Reinhard Zedler, Geschäftsführer
Heinrich-Weber-Platz 2, 78224 Singen
Tel.: 07731 9580-11
Fax: 07731 9580-99
E-Mail: zedler@awo-konstanz.de

Weitere Informationen in dieser Anzeige:



Konstanz

Treffpunkt Chérisy
Ort:
Chérisystr. 15, 78467 Konstanz
Tätigkeit: Mitarbeit bei Freizeitangeboten für Grundschulkinder, einmal pro Woche am Nachmittag; Oder: Mitarbeit im Sommerferienprogramm für Grundschulkinder, zwei Wochen ganztägig (mit Aufwandsentschädigung)
Ansprechpartner: Manfred Winter,
Tel: 07531 958963, cherisy@awo-konstanz.de

Kita ChériDu
Ort:
Chérisystr. 2, 78467 Konstanz
Tätigkeit: Spülkraft

Ansprechpartner: Simone Schlösser-Jurczyk,
Tel: 07531/1274271,
cheridu@awo-konstanz.de

Landkreis Konstanz


Betreuungsverein Kompass
Einsatzort: Landkreis Konstanz

Tätigkeit: Führung gesetzlicher Betreuungen mit Unterstützung des Vereins
Ansprechpartner: Berndt Straube, Tel: 07732 53977,
kompass-straube@awo-konstanz.de

Ehrenamtsvereinbarung

Jedem/er Interessierte/n wird eine "Vereinbarung" angeboten, in der die wichtigen
Punkte geklärt werden.


Weitere Informationen erhält man auf einer Seite der Landesregierung
Baden-Württemberg:

http://www.ehrenamt-bw.de


Informationen zum Theme ehrenamtliche Tätigkeit und Vergütung,
wie z.B. die Anrechnung Aufwandsentschädigung auf die Grundsicherung/Sozialhilfe, gibt es unter:
http://www.ehrenamt-deutschland.org/verguetung-aufwandsentschaedigung/



zum Überblick
 

Eine Informations- und Kommunikationsplattform zum bürgerschaftlichen Engagement bietet die Seite www.engagiert-in-deutschland.de

Was ist Freiwilligenarbeit ?

Bürgerschaftliches Engagement, Ehrenamt, Freiwilligenarbeit ? Der Begriff „Freiwilligenarbeit oder Engagement“ wird von den meisten bevorzugt. 
Nach dem Freiwilligensurvey 1999, durchgeführt vom Institut Infratest im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, gibt es 63 Mio. Bundesbürger im Alter über 14 Jahren, von denen 22 Mio. sich freiwillig engagieren und 35 Mio. freiwillig Aufgaben ausüben bzw. Funktionen inne haben.
Davon sind 43 % in Vereinen/Verbänden, 14% in Kirchen und 13% Selbsthilfegruppen oder Projekten organisiert. Dabei nimmt der sportliche Bereich die Spitzenstellung ein, gefolgt von Schule/Kindergarten, Kirche/Religion und Freizeit/Geselligkeit Kultur/Musik und sozialem/politischen Engagement Sonstige bürgerschaftliche Aktivitäten am Wohnort machen lediglich einen kleinen Bereich von ca 1 % aus.
Erwartungen an die Freiwilligenarbeit sind ein möglicher beruflicher Nutzen , Erweiterung von Kenntnissen und Erfahrungen und das Gefühl etwas für das Gemeinwohl zu tun und anderen Menschen zu helfen.
Insgesamt sind Personen mit besseren bildungsmäßigen, beruflichen und finanziellen Voraussetzungen, sowie Personen, die sozial stärker integriert sind, eher bereit für ein
Ehrenamt als andere.
Der zentrale Begriff in „freiwillig“ ist der der Freiheit. Freiheit bedeutet jedoch nicht nur
frei von etwas sein, sondern immer auch frei für etwas sein. So bedeutet freiwilliges
Engagement für Konrad Hummel (Geschäftsstelle BE beim Sozialministerium)
„Sich gewinnen lassen fürs Ganze“.

nach oben


Führungszeugnis

Ehrenamtliche, die Kinder und Jugendliche betreuen, und das regelmäßig und in gewisser Intensität (mindestens 5 Stunden pro Woche) sollten ein Führungszeugnis vorlegen.

Hier gilt der Schutzauftrag nach § 72 a SGB VIII (Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sollen hinsichtlich der persönlichen Eignung im Sinne des § 72 Abs. 1 insbesondere sicherstellen, dass sie keine Personen beschäftigen oder vermitteln, die rechtskräftig wegen einer Straftat nach den §§ 171, 174 bis 174c, 176 bis 181a, 182 bis 184e oder § 225 des Strafgesetzbuches verurteilt worden sind. Zu diesem Zweck sollen sie sich bei der Einstellung und in regelmäßigen Abständen von den zu beschäftigenden Personen ein Führungszeugnis nach § 30 Abs. 5 des Bundeszentralregistergesetzes vorlegen lassen. Durch Vereinbarungen mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten sollen die Träger der öffentlichen Jugendhilfe auch sicherstellen, dass diese keine Personen nach Satz 1 beschäftigen.)

Diese Kosten sollen aber laut beigefügtem Rundschreiben nicht erhoben werden.


Aufwandsentschädigung für ehrenamtliche Tätigkeiten

Einnahmen aus der nebenberuflichen Tätigkeit als Betreuer, Erzieher oder eine
vergleichbare Tätigkeit der nebenberuflichen Pflege alter, kranker oder behinderter
Menschen sowie für Hilfsdienste bei der häuslichen Betreuung durch ambulante
Pflegedienste, z.B. Unterstützung bei der Grund- und Behandlungspflege, bei häuslichen Verrichtungen und Einkäufen, sind bis zu einer Höhe von jährlich 2.400,-EURO lohnsteuerfrei, wenn diese Tätigkeit für eine gemeinnützige Einrichtung ausgeübt wird und der Förderung gemeinnütziger, mildtätiger Zwecke dient. Die Voraussetzung einer nebenberuflichen Tätigkeit ist nur erfüllt, wenn die Tätigkeit nicht mehr als ein Drittel der Arbeitszeit (auf ein Jahr bezogen) eines vergleichbaren Vollzeiterwerbs in Anspruch nimmt. Dabei müssen mehrere gleichartige Tätigkeiten zusammengerechnet werden, wenn sie sich nach der Verkehrsanschauung als Ausübung eines einheitlichen Hauptberufs darstellen. Der Freibetrag gilt auch für Hausfrauen, Rentner, Studenten und Arbeitslose, die `nebenbei´ eine begünstigte Tätigkeit ausüben.

Übungsleiterfreibetrag

Die Beratungsstelle für Arbeitslose des ASG e.V. Walter-Ballhause-Str. 4, 30451 Hannover Tel.: 0511 - 44 24 21 Fax: 0511 - 760 2132 hat  Merkblätter zu diesem Thema herausgegeben (24.10.2011):
ASG Merkblatt Übungsleiterfreibetrag Alg I
ASG Merkblatt Übungsleiterfreibetrag Alg II

Quellen: www.asg-hannover.de Beratungsstelle für Arbeitslose

Kombination aus Minijob und ehrenamtlicher Arbeit beim selben Arbeitgeber ist nicht zulässig (07.10.2011)
Laut Information des Deutschen Frauenrates von 2010 ist es immer häufiger der Fall, dass Pflegeeinrichtungen ihre weiblichen Mitarbeiter mit einer Kombination aus Minijob und ehrenamtlicher Pflegearbeit bezahlen. Die Arbeitgeber können auf diese Weise Sozialversicherungskosten sparen. Dies führte zu einer Anfrage der SPD-Bgeordneten Mechthild Rawert. Die Regierung stellt in ihrer Antwort fest, dass ein solcher Fall keinesfalls rechtens ist. Hier der gesamte Text

Anrechnung auf das ALG II
(09.03.11)

Der Hartz-IV-Kompromiss im Bundestag/Bundesrat am 25. Februar 2011 macht es möglich: Wer als Hartz-IV-Bezieher sich in seinem Verein/Verband oder für sonstige gemeinnützige Organisationen persönlich engagiert, kann dafür weiterhin anrechnungsfrei eine moderate Aufwandsentschädigung/begünstigte Übungsleitervergütung erhalten. Der erzielte parlamentarische Kompromiss über den Vermittlungsausschuss, dies mit Zustimmung des Parlaments in der heutigen Sondersitzung, würdigt und stärkt durchaus das Ehrenamt.

Bei leistungsberechtigten Personen mit steuerfreien Einnahmen oder Bezügen aus begünstigten Übungsleitertätigkeiten, egal ob im Sport- oder Musikverein, bei der Mitwirkung in gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Einrichtungen, bleiben bis zu 200 Euro pro Monat anrechnungsfrei.

Es gibt nun über § 11 Absatz 2 SGB II eine für die Vereinspraxis wichtige Ausnahmeregelung.
Anrechnungsfrei bleiben die Einnahmen nach
- § 3 Nr. 12 EStG (Aufwandsentschädigungen aus öffentlichen Kassen),
 - § 3 Nr. 26 EStG (begünstigte pädagogisch, betreuerische Übungsleitertätigkeit),
- § 3 Nr. 26a EStG (den seit 2007 geltenden Ehrenamtsfreibetrag) und
- für den soeben erst eingeführten Steuerfreibetrag nach § 3 Nr. 26b EStG (für ehrenamtliche Betreuungen).

Dies jedoch (insgesamt) höchstens bis 200 Euro je Monat.

Gewürdigt wird damit die Vereinspraxis, dass man bewusst die betroffenen Hartz-IV-Bezieher in den Verein einbindet, moderat die verantwortungsvollen Tätigkeiten honoriert, um den Kontakt im Mitgliederkreis zu fördern, zumindest mittelbar auch den beruflichen Wiedereinstieg damit unterstützen zu können.
 
Bei § 11b SGB II wird Abs. 2 wie folgt angefügt: „Erhält eine leistungsberechtigte Person mindestens aus einer Tätigkeit Bezüge oder Einnahmen, die nach § 3 Nr. 12, 26, 26a oder 26b des Einkommensteuergesetzes steuerfrei sind, gelten die Sätze 1 und 2 (Anrechnungsvorgaben) mit den Maßgaben, dass jeweils an die Stelle des Betrages von 100 Euro monatlich der Betrag von 175 Euro monatlich und an die Stelle des Betrages von 400 Euro der Betrag von 175 Euro tritt. § 11a Abs. 3 bleibt unberührt.“ .

Sie sind somit grundsätzlich nicht als Einkommen zu berücksichtigen, sofern sie den Betrag von 50% des Regelsatzes monatlich nicht überschreiten (175,-).

(Aus einer Information nach Rechtsanwalt Prof. G. Geckle, Fachanwalt für Steuerrecht, Freiburg)

Das Verhältnis von Bundesfreiwilligendienst (BFD) und
Arbeitslosengeld – II ( ALG II ) (aus: BWKG-Mitteilung 172/2011)
Der BFD hat zum 1.Juli 2011 den Zivildienst abgelöst. Der BFD gleicht in vielerlei Hinsicht den früheren Zivildienst aber auch den Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ). Ein Alleinstellungsmerkmal des BFD ist jedoch, dass es für die Dienstleistenden keine Altersbeschränkung gibt – das FSJ steht nur jungen Menschen bis 27 offen. Bei den BFD - Einsatzstellen zeichnet sich ab, dass sich zunehmend mehr Personen für den BFD interessieren , die ALG – II beziehen. Der Bezug dieser Transferleistung ist prinzipiell kein Hindernis dafür, einen Freiwilligendienst zu absolvieren. Denn die freiwillige Tätigkeit kann den Einstieg oder Wiedereinstieg in das Arbeitsleben ermöglichen oder eine neue berufliche Perspektive eröffnen. Häufig stellen sich jedoch verschiedene Fragen wie die Leistungen der BFD auf die ALG – II – Leistungen angerechnet werden. Darauf wird in der pdf, die hier zum Download zur Verfügung steht, eingegangen.


Anrechnung auf das Arbeitslosengeld
(28.12.07)

Eine Aufwandsentschädigung  über dem Freibetrag von monatlich 154,-- €  nach der Verordnung über die ehrenamtliche Betätigung von Arbeitslosen vom 24.05.2002 (BGBl. I S. 1783)  führt unter Umständen dazu, dass die Bundesagentur für Arbeit keine Leistungen bei Arbeitslosigkeit gewährt. Ob dieser Betrag im Zuge der Neuordnung auch verändert wurde ist zur Zeit uns noch nicht bekannt.

nach oben

Steuerfreibetrag

Ab 1.01.2007 gibt es einen allgemeinen Freibetrag für Einnahmen aus Tätigkeiten im gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Bereich von bis zu 720,-€ im Jahr. Sind die als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abziehbaren Aufwendungen höher als der Freibetrag, muss dies belegt werden. Wer die Pauschale nutzt, soll nicht zusätzlich noch Aufwandsentschädigungen vom Staat und auch nicht den "Übungsleiterfreibetrag" gewährt bekommen.

Zertifikate

Dem Kultusministerium ist es ein wichtiges Anliegen, ehrenamtliche Tätigkeiten von Schülerinnen und Schülern herauszustellen und zu würdigen. Ehrenamtliche Tätigkeiten zum Wohle der jeweiligen Schulgemeinde werden unter der Rubrik „Bemerkungen“ in das Zeugnis mitaufgenommen. Seit dem Schuljahr 1995/96 besteht in Baden-Württemberg auch die Möglichkeit, eine Bescheinigung über außerschulisches ehernamtliches Engagement in die Zeugnismappe aufzunehmen zu lassen. Beim Übergang in das spätere Berufsleben kann sich dies als äußerst vorteilhaft erweisen. Durch ehrenamtliches Engagement können viele, für das Berufsleben wichtige Schlüsselqualifikationen wie z.B. soziale Kompetenz, Kommunikationsfähigkeit, Selbstbewusstsein, Teamfähigkeit erworben werden. Das Beiblatt zum Zeugnis kann bei der Freiwilligenagentur von den Vereinen und Verbänden angefordert werden.

nach oben

Moderation

Moderation wird als grundlegende Fähigkeit zur Vereinsführung, zum Lenken und Leiten von Gruppen aller Art, nicht nur im beruflichen Kontext benötigt. Der/die ModeratorIn sollte sich die Ziele eines Gespräches verdeutlichen, sich über das eigene Verständnis von Moderation klar sein, Wahrnehmung oder Kommunikation üben , verschiedene Techniken wie die Wirkung rhetorischer Mittel beherrschen. Auch ist die Gruppe und der Umgang mit Gruppenprozessen ein entscheidender Faktor für das Gelingen von Moderation. 

nach oben

 

Zeitmanagement

Kampf dem Aktionismus

Anhand welcher Kriterien entscheiden wir, was wirklich wichtig und nicht nur dringend ist? Dazu gibt es folgende kleine Geschichte:

Ein Spaziergänger geht durch einen Wald. Er kommt an eine Lichtung. Dort sieht er einen Arbeiter, der einen Baumstamm in kleine Stücke sägt. Diesem Mann schaut er
nachdenklich zu. Während er ihn beobachtet, sieht er ihn furchtbar schwitzen,
hört ihn keuchen, ächzen, fluchen. Nachdem er dies alles eine Weile beobachtet hat,
geht unser Spaziergänger zu ihm hin, tippt ihm auf die Schulter und sagt:
„Es ist ja wohl kein Wunder, dass Sie so unendlich viel Mühe haben. Sie sollten einmal Ihre Säge schärfen!" 
Der Arbeiter lässt für einen Moment seine Säge sinken, schaut unseren Spaziergänger fassungslos an und sagt: 
„ Ich glaube, Sie spinnen! Sie sehen doch, dass ich dazu keine Zeit habe, sondern sägen muss!" 
Hier ist das Sägen zum Selbstzweck geworden, das wirkliche Ziel ist dabei völlig aus dem Blickfeld geraten.

In vielen Organisationen, gleich ob in der Wirtschaft oder im sozialen Bereich, wie z.B. in Vorständen von Vereinen, findet man vergleichbare Situationen. Gefördert wird dieser Zustand vielfach noch dadurch, dass Fleiß nach wie vor als Primärtugend gesehen wird. 
„Hauptsache, ich habe was getan!" 
Mit dieser Einstellung legitimieren viele Menschen ihre Tätigkeiten  und genießen, weil fleißig, auch noch das Wohlwollen ihrer Umgebung.

Wirklich verdient haben dieses Wohlwollen aber diejenigen, die mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Ziele des Vereines oder der Gruppe zu erreichen. Zwingend notwendig ist dafür, dass diese Ziele definiert und den Mitarbeiter, z.B. den Vorstandsmitgliedern, auch bekannt sind. Schon Mark Twain hat gesagt: „Als wir unser Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen."

Jeder Mitarbeiter, jede Mitarbeiterin muss also genau darüber informiert sein

- was 
- bis wann 
- in welchem Umfang / in welcher Qualität 
- unter welchen Voraussetzungen 
- von wem

geleistet werden soll. 

Zwei weitere Aspekte sind zu berücksichtigen: Die Ziele müssen realistisch sein, d.h. sie müssen aus eigener Kraft erreichbar sein und sie müssen von denjenigen, die sie erreichen sollen, akzeptiert sein.
'Tue das Wichtige vor dem Dringenden' heißt also, immer das zuerst zu tun, was hilft,
die gesteckten Ziele zu erreichen. Damit ist ein erster wichtiger Schritt zu effizienterem
Arbeiten getan.

Wenn Sie der Empfehlung gefolgt sind, über etwa eine Woche sehr pedantisch ihre
Tätigkeiten zu notieren, haben Sie vielleicht feststellen müssen, dass Sie häufiger in
Zeitfallen hineingeraten sind. Ein Grund dafür, immer wieder in solche Fallen zu tappen,
sind die eigenen Arbeitsgewohnheiten. Im folgenden finden Sie einige Beispiele, eine kurze Beschreibung ihrer Folgen und Vorschläge, wie sie künftig zu vermeiden sind. 
Als Beispiel dient ab und zu "der Vorsitzende": es könnte genauso gut "die Vorsitzende"
oder der/die Projektverantwortliche" usw. heissen.

>>> Ich beginne Arbeiten erst kurz vor dem geforderten Fertigstellungstermin. Arbeit
bleibt so lange unerledigt, bis sie nicht mehr verschoben werden kann. Man arbeitet unter Zeitdruck, muss zum Teil improvisieren, weil wichtige Unterlagen gerade jetzt nicht zur
Verfügung stehen und erreicht, weil unter Stress, nicht das optimale Ergebnis. Zudem bleiben andere Aufgaben liegen und werden ihrerseits irgendwann wieder dringend. 

Definieren Sie das Ziel, das mit der zu erledigenden Arbeit erreicht werden soll. Leiten Sie (bei komplexeren Aufgaben) Teilziele ab und reservieren Sie in Ihrem Terminplaner Zeit für die Erledigung der erforderlichen Aufgaben. Stellen Sie sicher, dass die benötigten Ressourcen verfügbar sind. 

>>> Ich stürze mich ohne langes Wenn und Aber in meine Arbeit.

Hier dominiert die Dringlichkeit die Wichtigkeit. Folge: Oft muss man später feststellen,
dass die ganze Arbeit oder zumindest Teile davon völlig unnütz sind. Werden Sie sich vor Arbeitsbeginn klar über Ihre Ziele und Prioritäten. 

>>> Ich akzeptiere Rückdelegationen. Folge: Mitarbeiter suchen nicht mehr selbst nach Lösungen, die Arbeit wird im Zweifel vom Vorsitzenden erledigt. Das, wofür der Vorsitzende wirklich benötigt wird, bleibt erst mal liegen (oder wird mit nach Hause genommen, was dann auch noch den besonderen Leistungswillen des Vorsitzenden betont!). Es gibt für dieses Phänomen die unterschiedlichsten Ursachen: die Eitelkeit des Vorsitzenden (Ich kann es eben immer noch am besten!), Unentbehrlichkeitsphantasien (Ohne mich klappt nichts), die mangelhafte Ausbildung der anderen Ehrenamtlichen usw.

Neben diesen und vielen anderen Gewohnheiten sind es oft die Routinearbeiten, die sich als enorme Zeitfallen erweisen. Routinen sind wichtig, weil sie uns einen verlässlichen Rahmen für unser tägliches Tun bieten. Gefährlich werden sie dann, wenn sie sich verselbständigen nach dem Motto: „Das haben wir schon immer so gemacht!" Listen Sie deshalb einmal konsequent auf, welche Routinearbeiten Sie erledigen und wie viel Zeit Sie dafür pro Woche investieren. Als Routinearbeiten gelten solche Tätigkeiten, die immer wiederkehren und oft automatisiert, besser organisiert oder delegiert werden können.

Ein typisches Beispiel ist hier das Lesen. Viele Lesetests haben ergeben, dass Menschen, die schneller lesen, keineswegs weniger von ihrem Lesestoff behalten als diejenigen, die langsamer lesen. Schneller lesen kann man lernen und auf diesem Weg ohne jeden Leistungsverlust sehr viel Zeit sparen.
Wenn es Ihnen auch bei anderen Routinearbeiten gelingt, Zeit einzusparen, ohne Qualitätsverluste zu erleiden, sind Sie auf einem guten Weg, sich Freiräume zu schaffen für Aufgaben, die wirklich wichtig und zielorientiert sind. Viel Erfolg!

nach oben

Versicherungen 

Bürgerschaftliches Engagement ist nicht ohne Risiken, auch für die einzelne BürgerIn, die sich engagiert. Es muss klar sein, wofür er/sie Verantwortung übernimmt und ggf. einzutreten hat (haftet) – und: für welche Risiken Versicherungsschutz besteht. Es sollte geklärt sein, für wen und was Versicherungen gebraucht werden und dafür gesorgt werden, dass die Risiken begrenzt und überschaubar bleiben. Beispiele für Risiken sind: Sachschäden bei persönlicher Hilfestellung, verlorene Schlüssel, Beschädigung teurer technischer Ausrüstungen.
Bei der AWO Ehrenamtlich Tätige sind durch die AWO für ihre Tätigkeiten haftpflicht versichert und nach § 2 Abs. 1 Nr.9 des SGB VII gesetzlich unfallversichert.
Aufgepaßt: diese gesetzliche Unfallversicherung gilt nur für Ehrenamtliche, die ein direktes Verhältnis zur AWO haben. Beispiel für einen Ausschluß: ein gemeinsames Sommerfest der AWO mit einem anderen Verband, der nicht zur Wohlfahrtspflege oder zum Gesundheitswesen gehört. Verletzt sich ein Ehrenamtlicher dieser anderen Organisation, so ist er nicht gesetzlich unfallversichert.

Allerdings hat das Kabinett der Landesregierung Baden-Württemberg am 26.07.05 beschlossen, eine Unfall- und Haftpflichtversicherung für alle Ehrenamtliche und bürgerschaftlich Engagierte abzuschliessen.

Diese Landesversicherung funktioniert unkompliziert:
Im Falle eines Falles reicht man die Meldung des Schadens an die Ecclesia als den betreuenden Versicherungsdienst ein.
Ehrenamtliche müssen sich nicht vorsorglich bei der Versicherung registrieren lassen oder gar eine individuelleVersicherungspolice abschließen.
Im Schadensfall oder bei Fragen zum Versicherungsschutz wenden Sie sich bitte an den betreuenden Versicherungsdienst:

Ecclesia Versicherungsdienst GmbH
Löffelstr. 40
70597 Stuttgart
Tel:  0711/61 55 33 - 265
Fax: 0711/61 55 33 - 29
E-Mail:ehrenamt@ecclesia.de
Internet: www.ecclesia.de
Alternativ können Sie die Formulare zur Schadenmeldung unter
http://www.ecclesia.de/ecclesia-allgemein/service/ehrenamt/ herunterladen.

Ein InfoBlatt der Landesregierung finden Sie hier zum download (pdf, 3,38 MB)

Mehr dazu unter: www.buergerengagement.de

Meldung 31.07.06: Das Land Baden-Württemberg hat mit Wirkung vom 1. Januar dieses Jahres Sammelverträge zum Unfall- und Haftpflichtversicherungsschutz für ehrenamtlich und bürgerschaftlich Engagierte abgeschlossen. Die dazu vereinbarte Selbstbeteiligung bei der Haftpflichtversicherung von 250 Euro wird nun zum 1. August 2006 entfallen. Dies teilte Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz heute (31. Juli 2006) in Stuttgart mit. „Bürgerschaftlich engagierte Menschen müssen künftig im Schadensfall keinerlei Kosten mehr tragen. Damit ist es gelungen, die Rahmenbedingungen für noch mehr bürgerschaftliches Engagement weiter zu verbessern“, sagte die Ministerin.

Fast 4,5 Millionen Menschen engagieren sich in Baden-Württemberg bürgerschaftlich und ehrenamtlich. Bürgerschaftliches Engagement mache eine zentrale Stütze der Gesellschaft aus, so Stolz weiter.
„Für viele Menschen ist es zur Selbstverständlichkeit geworden, sich im Verein, in der Bürgerinitiative oder in der Selbsthilfegruppe für andere einzusetzen. Dieses Engagement hat in der Politik des Landes hohe Priorität. Mit unserer Politik wollen wir den Freiwilligen entgegenkommen und sie in ihrer wichtigen Arbeit unterstützen“, sagte die Ministerin. 

Eine Seite zum Thema  Unfallversicherung & BerufsUnfähigkeit speziell für Senioren und Ehrenamtliche wurde von einer Studentin entwickelt und will ein neutraler Ratgeber sein.Leider werden Senioren in der Praxis oft unnötige Versicherungen verkauft. Mit diesem Wegweiser können sich Senioren selbst informieren, ob der Abschluss einer Unfallversicherung überhaupt sinnvoll ist und was beachtet werden soll. : 
www.wegweiser-berufsunfaehigkeitsversicherung.de

Öffentlichkeitsarbeit 

Wenn BürgerInnen in die Öffentlichkeit gehen, dann sprechen sie von ihren Anliegen. Sie richten sich an BürgerInnen, gleich, ob es Jugendliche, SeniorInnen usw. sind. Sie müssen deshalb ihr Anliegen nicht „verkaufen“, sondern sie laden ein, mitzugestalten. Mit dieser Haltung, die die Pluralität und Unterschiedlichkeit der BürgerInnen respektiert und gleichzeitig Verantwortungsbewusstsein sowie Selbstachtung ausstrahlt, sollten BürgerInnen Öffentlichkeitsarbeit betreiben.

nach oben

Gewinnung von Ehrenamtlichen

Früher oder später stellt sich in fast jedem Projekt die Frage: wie können wir weitere, neue Bürgerinnen und Bürger für eine Mitarbeit gewinnen? Es gibt im Zusammenhang mit diesem Thema vier Versuchungen, denen man unbedingt widerstehen sollte:
„Im Moment sind wir eine tolle Gruppe, und brauchen keine weiteren Kräfte. Wenn’s später maleng wird, machen wir uns über MitarbeiterInnen-Gewinnung Gedanken“
„Unser Projekt ist so gut, da werden die Leute von selbst geströmt!“
„Heutzutage will sich sowieso niemand mehr engagieren!“
Fixierung aufs „Wie?“: „uns interessieren v.a. Methoden, Tipps und Tricks, wie man geschickt an Leute heran kommt“ MitarbeiterInnen-Gewinnung für bürgerschaftliche Projekte ist etwas anderes als Kundenwerbung! Wenn auch manche Tipps aus der Werbebranche nützlich sein mögen, so darf nicht vergessen werden: in bürgerschaftlichen Initiativen soll nicht ein Produkt an die Frau und den Mann gebracht werden, sondern es werden Menschen gesucht mit Zeit, Ideen und Fähigkeiten. BürgerInnen-Ansprachen, die reine Werbetaktik ist, wird schnell durchschaut – und genauso schnell verschwinden die gerade erst geworbenen neuen Leute wieder.

nach oben

Organisationsformen

In den meisten Initiativen, Projekten und Gruppen Bürgerschaftlichen Engagements stellt sich irgendwann die Frage, wie Verbindlichkeit, Selbstverwaltung und Interessenvertretung durch ein bestimmtes Maß an Institutionalisierung gewährleistet werden können.Diese Organisationsstrukturen und –formen können nicht beliebig sein, sondern müssen der Grundintention bürgerschaftlicher Initiativen entsprechen. Sie müssen nicht nur so beschaffen sein, dass von vornherein BürgerInnen und PolitikerInnen paritätisch beteiligt sind, sondern v.a. BürgerInnen Möglichkeiten zur Entfaltung und Freiräume zur Selbstgestaltung bieten, damit eigene Lösungswege entstehen können.
Am Anfang ist meist noch nicht möglich, dazu klare Aussagen zu machen. Lassen sie sich Zeit. Gewinnen sie Erfahrungen. Doch lassen Sie sich auf den Prozess ein, Formen zu finden, sie zu diskutieren und sich dafür oder dagegen zu entscheiden.

nach oben
 

Projektplanung

Unter Projekten versteht man zeitlich begrenzte Aktivitäten. Ein Projekt kann z.B. ein Sommerfest sein, die Einführung einer Hausaufgabenbetreuung oder eine Mitgliederversammlung. Folgende Leitfragen können helfen, solch ein Projekt zu planen: 
1. Thema und Bedarf:
Zu welchem Thema möchten sie ein Projekt durchführen?
Was macht dieses Vorhaben für sie notwendig?
Welche Kooperationspartner haben sie oder streben sie an?
2. Ziele und Zielerreichung: Was wollen sie konkret erreichen ? Wen wollen sie erreichen?
Durch welche Einzelmaßnahmen wollen Sie ihr Ziel erreichen ? Wie haben sie die             Öffentlichkeit geplant?
3. Aufwand und Nutzen: Erarbeitung eines konkreten Kosten- und Finanzierungsplanes
4. Dokumentation und Auswertung:
5. Zusammenfassung des Projektes (Ziel + Zielerreichung)

nach oben

Konzeptentwicklung

Projekte und Initiativen werden geboren aus Ideen von Menschen und Gruppen, die sich engagieren. Nehmen Ideen Gestalt an, sollen sie realisiert werden, so bedarf es einer Konzeption, d. h. einer Beschreibung von Idee, Ziele, Mitteln und Wege für die Realisierung oder Weiterentwicklung eines Projekts.
Die Arbeit an einem schriftlichen Konzept, das in sich stimmig ist, steht zumeist nicht am Anfang einer Initiative. Zu Beginn sind es die Ideen und Menschen, die begeistern. Der mittel- und langfristige Erfolg hängt jedoch von einer soliden Konzeption ab:
- nach innen ist die Verständigung auf gemeinsame Ziele erforderlich
- nach außen muss der Nutzen des Projekts kommuniziert werden, etwa gegenüber Geldgebern
- unter rechtlichen Gesichtspunkten bedarf es der Klärung von Verantwortung
- Gegenüber Kooperationspartnern sind Aufgaben und Zuständigkeiten zu beschreiben, damit man weiß, mit wem man es zu tun hat.

nach oben

Spendenbescheinigungen 

Seit Beginn des Jahres 2000 können alle gemeinnützigen Vereine Spenden direkt einnehmen und entsprechende Spendenbescheinigungen ausstellen. Bislang musste in vielen Fällen eine Spende erst von der Gemeinde formal eingenommen werden, in der der Verein seinen Sitz hat. Die Gemeinde leitete dann die Spenden an den Verein weiter und stellte die Bescheinigung aus. Dieses bürokratische Verfahren ist abgeschafft. 
Der Spendennachweis hat auf einem amtlich vorgeschriebenen Vordruck zu erfolgen (erhältlich bei den Gemeinden) und ist vom Spendenempfänger auszustellen. Die bislang geltenden Vereinfachungsregeln bei Spenden bis zu 51,- EURO sowie in Katastrophenfällen bleiben - modifiziert - erhalten.
Auch die steuerliche Abzugsfähigkeit der Mitgliedsbeiträge für Vereine ist neu geregelt worden. So können Kulturvereinigungen, bei denen die Mitglieder keine besondere Gegenleistung für ihren Mitgliedsbeitrag erhalten, also in erster Linie Fördervereine, Spendenbescheinigungen für Mitgliedsbeiträge ausstellen.
 

nach oben

langseitelangseitelangseitelangseitelangseitelangseitelangseitelangseitelangseitelangseitelangseitelangseitelangseitelangseitelangseitelangseitelangseitelangseitelangseitelangseite 165

mann und kind

geändert: 13.02.2017

Zentrale Information bei: Reinhard Zedler
Tel:  07731 / 95 80 11 
Reinhard Zedler




Die Freiwilligenbörse Radeus vermittelt bürgerschaftliches Engagement und koordiniert Kontakte zwischen Suchenden und Anbietenden. Weitere Informationen unter: www.radeus.de



Freiwillig. Etwas bewegen, „Kleines Engagement ganz groß“
Die Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement des Landkreises Konstanz veranstaltet gemeinsam mit der AWO, Kreisverband Konstanz ,im Rahmen des Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011 eine Fotoausstellung zum Thema: Freiwillig. Etwas bewegen, „Kleines Engagement ganz groß“ . Vernissage war am 16.09.2011  im Landratsamt in Konstanz.

Alle Fotos finden Sie hier