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AMADEJUS
Ambulante Maßnahmen der Jugendhilfe nach dem Jugendgerichtsgesetz

Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen für Soziale Trainingskurse gesucht

Beschreibung:
Der Soziale Trainingskurs ist eine sozialpädagogische Trainingsmassnahme für jugendliche und heranwachsende Straftäter, die zum wiederholten Mal gerichtlich in Erscheinung traten. Soziale Trainingskurse sind richterliche Weisungen, d.h. es handelt sich dabei um Auflagen, die nicht der Freiwilligkeit unterliegen, sondern erfüllt werden müssen. Davon betroffen sind in der Regel männliche Jugendliche, häufig wegen begangener Gewaltdelikte.
Soziale Trainingskurse haben einen erzieherischen Anspruch. Sie wollen erreichen, dass die Straftäter sich durch die Konfrontation und durch eine Reflektion mit den begangenen Taten auseinandersetzen und dadurch alternative Handlungsmöglichkeiten entwickeln und erlernen.

Ein Ziel ist, den Auslöser für die individuelle Straftat kennenzulernen und die Tat im Ganzen aufzuarbeiten. Persönliche Fähigkeiten und Fertigkeiten sollen durch gegenseitiges soziales Lernen erkannt und erweitert werden. Die Sinnlosigkeit des Strebens nach Anerkennung von Ehre und Männlichkeit sollen erkannt und eigene Schwächen akzeptiert werden. Rechtfertigungsstrategien sollen entlarvt, die Schuld für eine Straftat soll erkannt und die Verantwortung übernommen werden. In Rollenspielen soll zusätzlich Mitgefühl für die Opfer entwickelt und Betroffenheit der Straftäter über ihre Taten erzeugt werden.

Zeitaufwand: Der Soziale Trainingskurs beinhaltet 10-12 Treffen.

Die Kurse unterscheiden sich geringfügig in der Ausgestaltung, da sie auf die Möglichkeiten der TeilnehmerInnen zugeschnitten sind. Ein Kurs findet z.B. innerhalb von zwei Monaten an acht hintereinanderfolgenden Donnerstagabenden jeweils von 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr statt, mit einem Wochenende nach dem zweiten Abend von jeweils 10.00 Uhr bis 16.30 Uhr und einem Samstagstermin, der auch ganztägig ist und den Abschluss des Kurses bildet.

Bei der Vorbereitung der Trainingskurse wird darauf geachtet, den Bedürfnissen oder bereits bestehenden Verpflichtungen der Jugendlichen so weit wie möglich entgegenzukommen. Der fertige Zeitplan- und Rahmen muss dann von allen Teilnehmern pünktlich eingehalten werden.

Anforderungsprofil:
Gesucht werden Mitarbeiter/innen ab 22 Jahren, die bereit sind, einen gesamten Kurs von Anfang bis Ende zu begleiten. Pädagogische oder erlebnispädagogische Erfahrungen oder Ideen sind von Vorteil, um evt. eine Einheit nach Absprache und in Begleitung selbständig auszuprobieren und durchzuführen.
Wichtig ist Offenheit den Teilnehmern gegenüber: wir respektieren die Persönlichkeit der Straftäter, lehnen aber massiv die begangenen Straftaten ab.

Anerkennung:
Eine Aufwandsentschädigung kann in jedem Fall vereinbart, falls die Voraussetzungen dazu vorliegen, kann auch ein Honorar ausbezahlt werden. Wir stellen Ihnen gerne ein Zeugnis aus.

Ansprechpartner:
Falls Sie Interesse haben wenden Sie sich an die Geschäftsleitung,
Herrn Zedler Tel.: 07731 / 958011

E-Mail: zedler@awo-konstanz.de oder direkt an Silvia Scheuer, von der AWO-Jugendhilfe,
Tel.: 07732 / 585 60. nach oben
 

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jugend

geändert: 03.01.2011


Info

Ansprechpartnerin:
Silvia
Silvia Scheuer
Dipl. Pädagogin

Tel : 07732 / 5 85 60
Fax :  07732 /  988 108
78315 Radolfzell
Fürstenbergstr. 7

E-Mail: amadejus@awo-konstanz.de

Bürozeiten: 
Dienstag 15.00 bis 17.00 Uhr Mittwoch 8.00 bis 10.00 Uhr) 

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