Datenschutzerklärung I Impressum

600

AMADEJUS
Ambulante Maßnahmen der Jugendhilfe nach dem Jugendgerichtsgesetz

Seit 1988 bietet die Arbeiterwohlfahrt Maßnahmen nach den §§ 45, 47 und 10 des Jugendgerichtsgesetzes an. An der konzeptionellen Ausarbeitung der damals
geschaffenen Stelle waren sowohl die Jugendämter des Landkreises als auch die Staatsanwaltschaft, die Anlaufstelle für Strafentlassene und die Arbeiterwohlfahrt beteiligt.
Auch heute noch findet eine rege Zusammenarbeit mit den Jugendämtern des Kreises
sowie mit vielen anderen Dienstellen und Einrichtungen im Landkreis, wie Gerichte, Bewährungshilfe, Anlaufstelle für jugendliche Spätaussiedler, Schuldnerberatung, Drogenberatungsstellen, Jugendhäuser u.a. statt. Aufgabe der Jugendhilfe ist es, die
Weisungen der Richter durchzuführen. Dies bedeutet, die straffälligen Jugendlichen
und Heranwachsenden sozialpädagogisch zu unterstützen und zu begleiten oder in
Kursen durch Informationen und Gespräche erzieherisch aufzuklären.

 Achtung  BETREUUNGSWEISUNGEN
Zielgruppe:
straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende, bei denen eine
intensive und individuelle Betreuung angezeigt ist

Grundgedanke:
individuelle Arbeit an dem der Straftat zugrunde liegenden Problem 

Ziel:
durch Beziehungsarbeit sollen mit dem Jugendlichen gesetzeskonforme Problemlösungen erarbeitet und Fähigkeiten und Fertigkeiten der Jugendlichen erkannt und erweitert werden. Häufig müssen sie bei der Berufsfindung, der Lehrstellensuche und der Regelung der
finanziellen Situation unterstützt werden. Der Betreuer soll der Ansprechpartner für
Probleme aller Art werden. 

Dauer:
meist 3 Monate bis ein Jahr, auch länger 

Gerade die Betreuungsweisung als präventive Form der Straffälligenarbeit ermöglicht es,
mit den Jugendlichen oder Heranwachsenden individuell an deren Problematiken zu arbeiten.


Achtung SOZIALE TRAININGSKURSE

Zielgruppe:
Jugendliche und Heranwachsende aus dem unteren und mittleren Kriminalitätsbereich,
möglichst vor einem Strafverfahren (Diversion) aber auch als Weisung aus einem Verfahren (Alternative zu höheren Strafen)
 
Grundgedanke:
Arbeit an dem der Straftat zugrunde liegenden Problem (Familiensituation, Umfeld, Rechtsverständnis, Freizeitverhalten, Geldprobleme etc.) 

Ziel:
In der Gruppe sollen mit den Jugendlichen Problemlösungen erarbeitet und bspw.
Fähigkeiten und Fertigkeiten durch gegenseitiges Lernen erkannt und erweitert werden. 

Kursinhalte:
Probleme analysieren und lösen (Rollenspiele, Diskussionen etc.), Informationen
rechtlicher und lebenspraktischer Art (z.B. zu Aids), handlungsorientierte Inhalte
(Fotografieren,  Kegeln etc.), erlebnisorientierte Inhalte 

Dauer:
10 Treffen (ca. 1 x pro Woche), zusätzlich ein gemeinsames Wochenende

Die Kurse sollen in die freie Jugendarbeit oder Vereinsarbeit überführen
 
Interesse an einer Mitwirkung als Ehrenamtliche/r ?


Achtung VERKEHRSERZIEHUNGSKURSE
Jugendliche und Heranwachsende, die gegen die StVO verstoßen, haben meist mehrere Delikte (z.B. Fahren ohne Fahrerlaubnis, Alkohol am Steuer, Unfallflucht, etc.)GrundgedankeVerkehrsvergehen sind meist nicht auf schädliche Neigungen der Delinquenten, sondern auf Unwissenheit und Leichtsinn zurückzuführen. Kurse dieser Art sind aber auch eine sinnvolle Ergänzung zu Strafmaßnahmen. Es sollen hier Informationen über rechtliche Folgen der Tat und über den Sollzustand von Fahrzeugen vermittelt werden und eine Reflexion der Tat erfolgen.

Ziel:
Erziehung zu Fairneß im Straßenverkehr, richtiges Verkehrsverhalten soll gefördert werden, falsches bewußt gemacht werden

Kursinhalte:
Information und Beantwortung von Fragen durch Gastreferenten (Rechtsanwälte, Mitarbeiter der DEKRA, des TÜV, der Verkehrspolizei und der Verkehrswacht)

Dauer:
4 Treffen, jeweils ca. 2 Stunden am Abend

Achtung TÄTER-OPFER-AUSGLEICH (TOA)

Zielgruppe:
Beteiligte bei Körperverletzungen, Sachzerstörungen, etc. nicht sinnvoll bei Sexualdelikten

Grundgedanke:
Staatlichen Strafanspruch zugunsten des Ausgleichs zwischen Täter und Opfer zurückzustellen. Im Gegensatz zur traditionellen Straffälligenarbeit, bei der das Opfer ausgeblendet bleibt, hat der TOA eine friedensstiftende und konfliktreduzierende Funktion. Ohne Aufarbeitung der Täter-Opfer-Problematik bleibt der eigentliche Konflikt ungeklärt. TOA ist ein Beitrag zur Rückfallvermeidung und zur Kriminalitätsprophylaxe

Ziel:
Konfliktlösung mit dem Versuch positiver Tatverarbeitung und finanzieller Wiedergutmachung.

Inhalte:
Vorgespräche mit den Beteiligten, das Schlichtungsgespräch mit dem Abschluß eines TOA-Vertrages (vertragliche Fixierung der Modalitäten )

Dauer:
ist unterschiedlich, meist etwa 2 bis 4 Wochen Achtung


langseitelangseitelangseitelangseite 165

jugend

geändert: 20.11.2020


Info

Gefördert aus Mitteln
des Landkreises Konstanz



und der Stadt Konstanz





Der Flyer als pdfFaltblatt

Ansprechpartnerinnen:
Kyra Braun 
Tel : 07732 / 5 85 60
Fax : 
07732 /  988 108
k.braun@awo-konstanz.de

Nadine Auer
Handy: 017613528023
E-Mail: n.auer@awo-konstanz.de

Fürstenbergstr.7
78315 Radolfzell

E-Mail: amadejus@awo-konstanz.de

Bürozeiten: 
Dienstag 15.00 bis 17.00 Uhr Mittwoch 8.00 bis 10.00 Uhr) 

radolfzell

Festschrift 25 Jahre AmadeJus