
MIGRATIONSBERATUNG
FÜR ERWACHSENE ZUWANDERER (MBE)
In
Deutschland leben rund 82,4 Millionen Menschen. Davon besitzen 7,3
Millionen eine ausländische Staatsangehörigkeit.
Viele von ihnen leben schon länger als 10 Jahre bei uns. Mehr als
1,5 Millionen Ausländerinnen und Ausländer sind bereits in
Deutschland geboren.
Welche
Ziele hat Integration?
Das friedliche Miteinander-Leben von
Einheimischen und Zuwanderern soll selbstverständlich werden.
Zuwanderern muss daher eine gleichberechtigte Teilhabe am
gesellschaftlichen Leben unter
Respektierung kultureller Vielfalt ermöglicht werden.
Zugleich setzt erfolgreiche Integration die Bereitschaft der Zuwanderer
voraus, sich auch eigeninitiativ mit der Sprache sowie den Normen und
Werten der Aufnahmegesellschaft vertraut zu machen.
Vor
allem 2 Angebote sind die Grundlage der Neuausrichtung:
- Integrationskurse
für Zuwanderer
- Neuausrichtung der
Migrationsberatung.
Zum
01.01.2005 wurde die Sozialberatung für erwachsene Zuwanderer
(Ausländer und Spätaussiedler) zu einer Migrationsberatung
für erwachsene
Zuwanderer (MBE):
Ziel der Migrationsberatung ist
es, den Integrationsprozess bei Neuzuwanderern
zu initiieren, zu
steuern und zu begleiten.
Die MBE ist ein
zeitlich befristetes, bedarfsorientiertes und individuelles
Erstberatungsangebot für Migranten unmittelbar nach erfolgter
Einreise in das Bundesgebiet. Damit soll ein qualitativer
Beitrag zur Integration geleistet werden. Im Blickpunkt steht dabei die
mit dem Integrationskurs beginnende
Integrationsförderung sowie die Befähigung der Neuzuwanderer
zu selbstständigem Handeln in allen Bereichen des täglichen
Lebens.
Auch die nachholende Integration ist
Bestandteil der
Tätigkeit.
Die
Migrationsberatung hat verschiedene Aufgaben, vor allem:
1.
Bedarfsorientierte Einzelfallbegleitung (sog. Case
- Management)
Grundlage ist hierbei die Erstellung
eines Förderplans oder einer Integrationsvereinbarung.
In diesem
Förderplan wird ausgewiesen, an welchen
Integrationsmaßnahmen (qualitativ und
quantitativ) in welchem Zeitraum und mit welcher Zielsetzung der
Zuwanderer teilnehmen
muss (verpflichtend: Integrationskurs) bzw.
teilnehmen sollte. Aufgabe der MBE ist danach
die Sicherstellung
der Umsetzung des Förderplans.
2.
Durchführung der sozialpädagogischen Betreuung während
der Integrationskurse
bei individuellem Bedarf.
Hilfestellung bei der Vermittlung von Kinderbetreuungsangeboten
während der Integrationskurse. Dabei ist es unabhängig davon,
bei welchem Träger der Integrationskurs absolviert wird.
3.
Aktive Mitarbeit in kommunalen Netzwerken (ggf. auch Aktivierung
von Netzwerken)
sowie Mitwirkung bei der interkulturellen
Öffnung/Vernetzung der Regeldienste und Verwaltungsbehörden.
Zur
Zielgruppe der MBE zählen grundsätzlich:
- Spätaussiedler,
deren Ehegatten und Abkömmlinge über 27 Jahre, bis zu drei
Jahre
nach Einreise.
- Ausländer über
27 Jahre, die sich dauerhaft im Bundesgebiet aufhalten, bis zu drei
Jahre nach Einreise bzw.
Erlangung
des auf
Dauer angelegten
Aufenthaltsstatus.
- Bereits länger im
Bundesgebiet lebende Zuwanderer (Ausländer und
Spätaussiedler)
über 27 Jahre in
konkreten Krisensituationen.
Hierbei ist zu beachten, dass eine
Beratung ausschließlich im
Rahmen freier Beratungskapazitäten erfolgt. In
diesem
Zusammenhang ist vorrangig der Beratungsbedarf von Ausländern zu
decken, die zur Teilnahme am Integrationskurs verpflichtet sind.
- Die Migrationsberatung
für erwachsene Zuwanderer steht auch unter 27jährigen
Zuwanderern offen, wenn diese typische Probleme erwachsener Zuwanderer
haben,
die besser von den
Erwachsenenmigrationsdiensten bearbeitet
werden können. Ansonsten ist hier der Jugendmigrationsdienst
zuständig.
Die
AWO führt die nach dem Zuwanderungsgesetz eingeführten Integrationskurse durch
und daneben weitere
Sprachkurse zur Motivation von ausländischen Frauen, die von
Ehrenamtlichen geleitet werden, wie z.B. in Singen an der
Schillerschule oder Hardschule.
|

|


geändert:
23.03.2010
Im
Überblick





AWO -
Migrationsberatung
Heinrich-Weber-Platz 2
78224 Singen
Tel: 07731 / 95 80 80
Fax: 07731 / 95 80 99
E-mail: migration@awo-konstanz.de

Zekine Özdemir
Sprechzeiten
in
Konstanz:
Dienstag:
9.00 - 12.00
Uhr
Treffpunkt Chérisy
Chérisystr.15
78467 Konstanz
Tel. 0173 66 21 915
Radolfzell:
Mittwochs:
9.00 - 12.00 Uhr
Sozialamt
Obertorstr. 10
Tel. 0173 66 21 915
Singen:
Donnerstag:
9.00 - 12.00 Uhr
Heinrich-Weber-Platz 2
78224 Singen
Tel: 07731 / 95 80 80
Eine Übersicht
über die Beratungstellen der Migrationsberatung und
Jugendmigrationsdienste können Sie hier downloaden.
Unter
der Nummer:
0761 20 25 765
ist eine Telefonhotline eingerichtet
für MigrantInnen.
Hier gibt es kostenlose, anonyme Beratung
zu Gesundheitsfragen
|