
AKTIVIERUNGSHILFE
Job Bau
Eine
Maßnahme
der
Arbeiterwohlfahrt
Kreisverband
Konstanz
e.V. und der Hegau Jugendwerk GmbH in
Gailingen
Gefördert
durch
die Europäische Union unterstützt
durch das Ministerium
für Arbeit und Soziales
Baden-Württemberg aus Mitteln des
Europäischen Sozialfonds zur
Verbesserung der Einstiegschancen
von Jugentlichen mit Vermittlungshemmnissen
ins Arbeitsleben.
1.)
TRÄGER DER MASSNAHME
Arbeiterwohlfahrt
Kreisverband
Konstanz
e.V.
in
Kooperation
mit
Hegau- Jugendwerk GmbH in Gailingen
2.)
ZIELGRUPPE:
Jugendliche
zwischen 17 und 25 Jahren die
das BVJ absolviert haben und
Arbeitslosengeld II erhalten oder
Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft
sind..
- Abbrecher von
Maßnahmen (Ausbildung im Betrieb,
außerbetriebliche Ausbildung, Berufsvorbereitungsmaßnahmen),
die
Orientierungs- und
Motivationsprobleme haben.
- Jugendliche mit
Lernblockaden, psychischen Problemen, die
Probleme
haben, den Anforderungen des
Arbeits- Ausbildungsmarktes
gerecht zu werden.
- Jugendliche, die
aufgrund
Behinderung eine Orientierung
und Motivation benötIgen.
3.)
AUFGABE DER MASSNAHME
Den oben beschriebenen Zielgruppen fehlt
es in der Regel an:
- Selbstbewusstsein,
Erkenntnisfähigkeit
- Motivation,
Selbstorganisationsfähigkeit
- Wissen um eigene
Stärken, Fähigkeiten
- stützendes
soziales
Umfeld
An diesen Defiziten
möchte die Aktivierungshilfe
ansetzen und durch gezielte Maßnahmen
und individuelle
Hilfestellungen die Jugendlichen
befähigen, zielgerichtet in
weiterführende Maßnahmen,
Ausbildung oder Arbeit
einzusteigen.
4.)
DAUER DER MASSNAHME / ZEITLICHE
GLIEDERUNG
Zugang zum Projekt
Die Jugendlichen werden kontinuierlich durch
das Jobcenter zugewiesen.
Die MitarbeiterInnen des Jobcenters erhalten
regelmäßig die
Möglichkeit JobBau nebst den
Arbeitsbereichen zu besichtigen, eine
genaue Projektbeschreibung sowie ein
Anforderungsprofil und werden in
persönlichen Gesprächen durch die
Projektleitung bei der
Auswahl beraten. Durch
Presseveröffentlichungen, die Kontakte
der
AWO-Arbeitslosenberatungsstelle und durch die
Netzwerkarbeit
kooperierende Beratungsstellen und Schulen
werden Jugendliche auf
diesen Kurs aufmerksam, die sich dann direkt
bei der Projektleitung
bewerben und von diesem bei Eignung direkt mit
dem Jobcenter in Kontakt
gebracht und zur Vermittlung vorgeschlagen
werden.
Das Projekt ist auf 12 Monate angelegt. Beginn
ist der 1. Januar 2011
und Ende ist der 31. Dezember 2011.
Im Falle einer Vermittlung in Ausbildung,
Arbeit oder eine geeignetere
Maßnahme ist ein verfrühter
Austritt aus der
Qualifizierungsmaßnahme JobBau jederzeit
möglich.
Ein Maßnahmetag umfasst 6
Vollzeitstunden.
I. Motivationsphase /Profiling
3 Wochen
Zu Beginn der Maßnahme wird eine
intensive Kompetenzanalyse in
Form eines Assessmentcenters
durchgeführt, das die Bereiche:
Kulturtechniken, Konzentration, Ausdauer,
Motorik, Sozialkompetenzen,
Biografie, die individuellen Ziele und die
persönlichen
Vermittlungshemmnisse einschließt. Die
Ergebnisse der
Kompetenzanalyse dienen der Kursleitung als
Grundlage für die
Planung des individuellen
Maßnahmeverlaufes der TeilnehmerInnen.
Diese werden in Einzelgesprächen in
besonderem Maße auf Ihre
Stärken hingewiesen und angehalten sich
in der Orientierungsphase
auch einem geschlechtsuntypischen Beruf zu
auszuprobieren.
Hierbei findet eine Aufteilung der
Gesamtgruppe (18 TN) in zwei
Teilgruppen à 9/9 TN statt.
II.
Orientierungsphase/Persönlichkeitsstärkung
8 Wochen
In dieser Phase ist jeweils eine Kleingruppe
in den Arbeitsbereichen
des Jugendwerks und
eine in den Schulungsräumen der AWO. Es
findet ein
wöchentlicher Wechsel statt.
Jede/r TeilnehmerIn durchläuft in dieser
Phase 4 verschiedene
Arbeitsbereiche des Hegau -Jugendwerkes.
Am Ende dieser Phase wird eine Auswertung
vorgenommen und mit der/m
TeilnehmerIn evaluiert, für welche
Arbeitsbereiche Talente und
Fähigkeiten, unabhängig von
Geschlecht und Herkunft, auf
einem arbeitsmarktfähigen Niveau
vorhanden sind.
III.
Qualifizierungsphase/Außenorientierung
7 Wochen
Die Aufteilung in zwei Kleingruppen bleibt
bestehen. Die
TeilnehmerInnen wechseln 14-tägig
zwischen den Arbeitsbereichen
und den Seminarunterricht. Hierbei
Qualifizieren sich in einem bis
maximal zwei für den Teilnehmenden
geeigneten Arbeitsbereichen.
Hierbei können die TeilnehmerInnen ihr
Wissen vertiefen, je nach
Vermögen und Ausdauer
Qualifizierungsbausteine erwerben die bis
zum Lehrstoff des 2. Lehrjahres reichen
können.
IV. Praktikumsphase
11 Wochen
In dieser Phase sind alle Jugendlichen in
Praktika in Betrieben mit
Ausbildungs- oder Einstellungsabsichten bzw.
alternativ in den
Schulungsräumen der AWO.
Diese Phase hat zum Ziel die TeilnehmerInnen
direkt zum
Ausbildungsbeginn August oder September zu
überführen und
somit die Gesamtmaßnahmedauer auf 7 oder
8 Monate zu
verkürzen.
Die letzten 2 Tage sind zur Auswertung und zum
Abschluss der
Maßnahme vorgesehen.
V. Verteilung der Maßnahmetage
Gesamt Maßnahmetage: 232
Unterrichtstage gesamt: 22
Unterricht mit Qualifizierung: 155
Praktikumstage: 55
Im Förderzeitraum sind 100 h
sozialpädagogische Betreuung
vorgesehen, die sowohl während, wie auch
nach der Arbeitszeit der
Teilnehmenden durchgeführt.
Ein Maßnahmetag umfasst 6
Vollzeitstunden.
Prinzipien der Modulgestaltung
I. Geschlechtersensible Gestaltung der
Maßnahme
Im Rahmen der Unterrichtsgestaltung werden
stets Maßnahmen und
Methoden gewählt, die darauf abzielen,
Frauen wie Männern
bzw. potentiell benachteiligten Gruppen
beiderlei Geschlechts
gleichermaßen zu fördern, auf
allfällige Barrieren
hinzuweisen, diese zu thematisieren und die
unterschiedlichen
Bedürfnisse von jungen Frauen und jungen
Männern
gleichermaßen zu berücksichtigen.
Die Gleichstellung bei
JobBau geht über bloße
Gleichbehandlung hinaus, in dem
positive Aktionen und Maßnahmen der
Frauen- sowie
Minderheitenförderung sowie der besseren
Vereinbarkeit von Beruf
und Familie/Privatleben, in allen Angebotenen
Modulen,
berücksichtigt und durchgeführt
werden. Ziel ist es, allen
JobBau TeilnehmerInnen zu ermöglichen,
ihre persönlichen
Fähigkeiten zu entfalten, ohne durch
geschlechtsspezifische oder
sonstige diskriminierende Rollenzuweisungen
eingeschränkt zu
werden. Der Maßnahme steht hierfür
erprobtes und empfohlenes
Material zur Verfügung.
II. Unterrichtsgestaltung
Sämtliche Unterrichtsinhalte in der
Seminararbeit, Projektarbeit
wie auch in der Arbeit in den Arbeitsbereichen
des Hegau-Jugendwerkes
sind methodisch-didaktisch so aufbereitet,
dass neben dem Aneignen von
Wissen und Fertigkeiten auch die für das
Berufsleben notwendigen
Schüsselqualifikationen und
Sozialkompetenzen vermittelt und
geübt werden. Zudem erlernen die
TeilnehmerInnen die
Fähigkeit, einen Arbeitsplatz auf Dauer
zu halten, durch die
konsequente arbeitsweltnahe Struktur, der
Aktivierungshilfe JobBau.
Inhalte der Module
Modul: Kulturtechniken 160 h
Lerninhalte werden so aufbereitet, dass
ausgehend von der Vorbildung
ein Wissens- und Leistungszuwachs möglich
ist (Unterrichtsprinzip
der Differenzierung).
Bei der Umsetzung der Unterrichtsfächer
werden vorwiegend
beruflich orientierte Themen gewählt, die
den Themen und Methoden
der Berufschule (1. Ausbildungsjahr)
entsprechen.
Diese Inhalte werden in 4 Unterrichtseinheiten
(3,5 Std.) vormittags
angeboten.
Dienstags und/oder freitags findet für
die Kleingruppe AWO der
EDV-Unterricht generell im PC-Schulungsraum
der AWO am
Heinrich-Weber-Platz 2 statt.
Folgende Fächer sind vorgesehen: Deutsch,
Deutsch als Fremdsprache
(DaF), Computeranwendung, Bewerbungstraining,
Mathematik, Rechtskunde,
Wirtschaftslehre, Berufskunde, Rechtskunde,
Betriebskunde
Modul: Projekt 80 h
Die Projektgruppen arbeiten an 4 Nachmittagen
in Ihren Gruppen. Hier
wird z.B. Kleiderverkauf organisiert und
durchgeführt. Vermittelt
werden soll:
Zusammenarbeit, komplexe Zusammenhänge
erkennen, neue Wege zu
gehen, Selbsterkenntnis. Die Steigerung der
Eigenmotivation,
Flexibilität, Teamfähigkeit,
Verantwortungsbewusstsein,
Selbsthilfefähigkeit und das Erkennen der
eigenen Stärken
unabhängig von den gängigen
Rollenklisches.
Modul: berufliche Orientierung 4 Wochen
Basierend auf den Ergebnissen der
Kompetenzanalyse durchlaufen die
TeilnehmerInnen 4 Arbeitsbereiche. Die
Aufgaben und Werkstücke
werden von dem jeweiligen Werkstattleiter so
gewählt, dass die
TeilnehmerInnen einen realistischen Eindruck
ihre Berufsbegabung
erlangen. Im Jugendwerk werden die vorhandenen
Werkstätten
genutzt. Diese sind: Elektrotechnik,
Metalltechnik, Wirtschaft und
Verwaltung, Holztechnik , technische
Kommunikation mit neuen Medien und
Hauswirtschaft.
Am Ende dieses Moduls entscheiden sich die
TeilnehmerInnen für
einen bis maximal zwei Arbeitsbereiche in
denen sie sich Qualifizieren
möchten.
Modul: Qualifizierung 4 Wochen
Die Anforderungen an die TeilnehmerInnen,
gegenüber der
beruflichen Orientierungsphase, werden
erhöht. Die Werkstücke
oder Arbeitsaufträge werden so
gewählt, dass aufbauend von
den jeweiligen Vorkenntnissen ein Lernzuwachs
bis hin zum
Anforderungsniveau des 1. Ausbildungsjahres,
in Einzelfällen sogar
bis hin zu Themen des 2. Ausbildungsjahres,
stattfindet.
Diese Werkeinheiten befähigen unsere
TeilnehmerInnen erfolgreich
an einer der Prüfungen zum Erreichen von
beruflichen
Qualifizierungsbausteinen teilzunehmen.
Qualifizierungsbausteine können in
folgenden Bereichen erworben
werden:
Elektrotechnik, Metalltechnik, Wirtschaft und
Verwaltung, Holztechnik ,
technische Kommunikation mit neuen Medien und
Hauswirtschaft.
Über die erlernten beruflichen Inhalte
und die erworbenen
Qualifizierungsbausteine erhalten die JobBau
TeilnehmerInnen
qualifiziertes Arbeitszeugnis.
Modul: Praktikum 6 Wochen
In der Praktikumsphase finden erste direkte
Kontakte zu potenziellen
Arbeitgebern statt.
Hierbei können die TeilnehmerInnen, die
in der
Qualifizierungsphase erworbenen
berufsbezogenen Fähigkeiten direkt
in der freien Marktwirtschaft ausprobieren und
ihre eigenen Erfahrungen
sammeln.
Während der Praktikumsphase findet ein
wöchentlicher Kontakt
zum Teilnehmenden und zum Betreib statt. Zudem
sind in dieser Phase
freizeitpädagogische Maßnahmen
vorgesehen, an denen die
Teilnehmenden freiwillig nach der Arbeitszeit
teilnehmen können.
Zudem sind im Rahmen der Praktikumsphase
folgende Schritte vorgesehen:
Vorbereitung der Praktikumsphase,
Gruppenseminartage,
Einzelsprechstunden, Praktikumsbesuche und
Austausch mit dem
potenziellen Arbeitgeber, Nachbereitung der
Praktikumsphase
Modul: Sozialpädagogische Betreuung 100 h
Während der gesamten Laufzeit der
Maßnahme werden in
Einzelgesprächen mit den TeilnehmerInnen
an Lösungsstrategien
gearbeitet, um die Vermittlungshemmnisse,
deren Ursprung im
psychosozialen Bereich des einzelnen
Teilnehmenden entspringen, zu
reduzieren, hierbei werden im besonderen
Maße die
Hintergründe und Bedürfnisse des
Jeweiligen Teilnehmers
berücksichtig.
Aufgaben der sozialpädagogischen Arbeit
können sein:
• Reduzierung der Vermittlungshemmnisse durch
Einzelfallberatung
• Vermeidung von Maßnahmeabbrüchen
(aufsuchende
Sozialarbeit)
• Schuldenberatung und Vermittlung von
Teilzahlungsvereinbarungen
Kontakte zu Ärzten, Psychiatern,
Therapeuten, Pro Familia
und zu Selbsthilfegruppen
• Beratungsgespräche zur
Suchtfeststellung und Prävention,
sowie in Bezug auf Co-Abhängigkeit
• Familienanalyse unter Einbeziehung von
Lebenspartnern und
Familienangehörigen
• Kooperation mit Richtern, Bewährungs-,
Jugendgerichtshelfern und
Rechtsanwälten
• Erstellen von Gutachten über die
Sozialprognose
• Hilfe beim Umgang und Beantworten von
Schriftstücken
• Kontakte zu Berufsschulen
Gesamt
Maßnahmetage 115
Unterrichtstage
gesamt
90
Werkstattphase
1
und 2 79
Praktikumstage
25
Ein Maßnahmetag umfasst 6
Vollzeitstunden.
5.) PERSONAL
Für die
Maßnahme ist ein Stellenumfang von
insgesamt 2,8 eingeplant.
Davon
stehen
für
die
Aufgabenbereiche
der AWO 1,8
Stellen und für das Jugendwerk
eine Stelle zur Verfügung.
Stellenplan
AWO:
1,8 Stellen aufgeteilt auf 2
Fachkräfte mit der Qualifikation vgl.
Sozialarbeiter,
Sozialpädagoge
Stellenbesetzung
JW:
1
Vollzeitstelle aufgeteilt anteilig auf die
Werktherapeuten in den
Werkstätten
6.)
RÄUMLICHE
AUSSTATTUNG
Im
Jugendwerk
stehen
die
therapeutischen
Werkstätten
in den genannten Arbeitsbereichen
zur Verfügung. Für die Pause steht
die Kantine zur
Verfügung. Für
Einzelgespräche
steht ein separater Besprechungsraum bereit.
Bei
der
AWO
findet
die
Ausbildung in den
Schulungsräumen Scheffelstr. 30 statt.
7.)
ERFOLG DER MASSNAHME
Ziel der Maßnahme ist, möglichst
alle Jugendlichen in eine
Ausbildung, eine
anschließende Maßnahme oder eine
direkte Arbeitsaufnahme zu
vermitteln.
Wenn weniger als 8 von
15 vermittelt werden können, kann die
Maßnahme nicht als
erfolgreich bezeichnet werden.
8.)
ZUSATZLEISTUNGEN
Eine Monatskarte "Plus" über zwei Zonen
Unterrichts- und Lernmittel
Arbeitsbekleidung
Bewerbungsunterlagen
|
      |
geändert:
13.10.2011

JobBau
Scheffelstr.
30
78224 Singen
Fr. Farina
Fr. Fritzsche
Mo.
- Fr. 9:00 - 12:00
Uhr
Tel.:
07731 / 789571
Fax: 07731 / 827 59 65
e-mail:
jobbau@awo-konstanz.de
Service:
Internationaler Lebenslauf
zum download als rtf.Datei:
Dänisch
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Griechisch
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Französisch
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Portugiesisch
Handbuch
für den schmalen Geldbeutel
Achtung:
Ehrenamtliche/r
gesucht für
Verwaltungs- und
einfache
Büroarbeiten, Besorgungen, Wege zur
Gechäftsstelle
Gut wäre Führerschein, 8 - 15 Std.
pro Woche an 2 bzw.3
halben Tagen, Grunderfahrungen im
Verwaltungs-Bürobereich
(6.07.2011)
Bilder aus dem Unterricht




Kunstprojekt:



Chancen
fördern
-
Europäischer
Sozialfonds in Baden-Württemberg
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