
ANGEHÖRIGENGRUPPEN
ALZHEIMER - DEMENZ
Entlastung durch Gespräche und
Informationen...
DAS IST DAS ZIEL DER
ANGEHÖRIGENGRUPPEN IN KURZEN WORTEN:
Die
Pflege
eines
demenzerkrankten
Menschen
führt
zu
einer
enormen
körperlichen,
finanziellen
und vor allem seelischen Belastung.
Dabei
ist
das
Erleben,
wie
sich
der
vertraute
Mensch
immer
mehr in seiner Persönlichkeit
verändert, für die Angehörigen
oft am schwersten zu ertragen.
Angehörige
und
all
die
Personen,
die
mit
der
Pflege
eines
Alzheimer-Patienten betraut sind, sollten
nicht vergessen, auch an ihre eigene
Gesundheit zu denken und sich notfalls Hilfen
zu suchen, um Entlastung zu bekommen.
Ein
erster
Schritt
kann
darin
bestehen,
sich
genauer
über
die
Krankheit
und ihren Verlauf zu informieren, um sie
besser verstehen zu können und den Umgang
mit dem Kranken zu lernen.
Hinter
schwierigen
Verhaltensweisen
des
Kranken,
die
vielleicht
auch
Ärger
auslösen
können,
steckt keine Absicht: sie sind Teil der
Krankheit.
Daneben
kann
es
entlastend
sein,
mit
anderen
Menschen
über
eigene
Schwierigkeiten,
die im Verlauf der Betreuung entstehen
können, zu sprechen. Gefühle der
Hilflosigkeit, Traurigkeit und Verzweiflung,
aber auch
Ärger oder Schuldgefühle bei den
Angehörigen und Pflegern sind
verständliche Empfindungen, die jedoch
stark belasten können.
Die Sorge um sich selbst kommt
letztlich wieder dem erkrankten Menschen
zugute, der auf die Hilfe von
Angehörigen und Pflegern angewiesen
ist.
Die Angehörigengruppen sind offene
Gruppen, d.h. zu jedem Termin kann man als
"Neuer" dazustoßen und geht dabei
keine Verpflichtung ein, das nächste
mal zu kommen.
Neben
dem
Ziel,
die
Angehörigen
zu
entlasten,
gilt
es
allerdings
auch, die Öffentlichkeit und
Institutionen über die besondere Lage
der Alzheimerkranken und ihrer
Angehörigen zu informieren.
„Dement
sein dürfen ohne Tabus“
Am
02. und 3. März 2012
führt die AWO in Singen
zusammen mit dem ALFA Alten-
und Familienservice eV.
einen Demenz-Kongress durch,
bei dem verschiedene
Referenten, darunter Prof.
Erwin Böhm und Prof.
Dr. Hans Förstl zu
„Tabuthemen“ rund um die
Demenz vortragen werden.
Die
Demenz selbst ist leider immer
noch ein Tabuthema. In unserer
Gesellschaft werden Menschen,
die sich "anders" verhalten,
als komisch bezeichnet und es
herrscht allgemeine
Unsicherheit, wie man sich
ihnen gegenüber verhalten
soll. Betroffene und
Angehörige sprechen immer
noch zu wenig über ihre
Probleme, mit denen sie im
Pflegealltag konfrontiert
sind. Begleitend zur Demenz
treten weitere Erscheinungen
auf; auch über diese
"spricht man nicht". Der
Kongress will Betroffenen und
ihren Angehörigen zeigen,
dass es rund um die Demenz
nichts gibt, worüber man
nicht sprechen dürfte. Im
Gegenteil: wer offen mit der
Thematik umgeht und sich mit
anderen austauscht, tut sich
im Pflegealltag leichter.
Gleichzeitig sollen die
Vorträge der Referenten
fachliches Wissen vermitteln.
Es werden Aussteller-Tische
vergeben, bei denen
interessierte Einrichtungen
über ihre Arbeit mit an
Demenz erkrankten Menschen
informieren können.
Willkommen sind auch
Unternehmungen aus der Region,
die ihre Produkte rund ums
Alter präsentieren
möchten. Die Anmeldefrist
für die Aussteller ist
der 30.12.2011. Besucher
sollten sich bis zum
15.02.2012 angemeldet haben.
Formulare sind erhältlich
unter der Rufnummer
07731/83505-255 ALFA e.V. oder
bei der AWO unter
07731/958011.
Der
Flyer zum Kongress als pdf
(2MB)
Ein weiterer
wichtiger Baustein im Hilfesystem für
Angehörige und von der
Alzheimer-Krankheit Betroffene sind
sogenannte Betreuungsgruppen. Die AWO hat
solch eine Betreuungsgruppe - die "Vergissmeinnicht-Gruppe"
- in
Gottmadingen
Berichte aus den letzten Jahren:
Singener
Aktionsbündnis Demenz
gegründet - erstes Treffen am
19.10.2011
Das Singener
Aktionsbündnis Demenz wurde von
der AWO und weiteren Veranstaltern
gegründet.
Das Aktionsbündnis möchte
durch sein Engagement auf eine
gesellschaftliche Akzeptanz und
Verständnis für
dementielle Erkrankungen hinarbeiten
sowie Betroffene und Angehörige
über die rechtlichen Aspekte im
Zusammenhang mit der Erkrankung
aufklären. Ein erstes
größeres Treffen fand am
19.10. um 14.30 bis 16 in der AWO,
Heinrich-Weber-Platz 2, statt.
Interessierte sind herzlich
eingeladen.
„Wir
wollen mitreden“
Demenzbetroffene berichten,
18.11.11

von links nach rechts:
P.Wißmann, Chr. Zimmermann,
H.Rohra, F.Priest
Zu einer besonderen Veranstaltung
lud das Singener Aktionsbündnis
Demenz am vergangenen Freitag, 18.
November, in den Wichernsaal der
Lutherpfarrei in Singen ein. Unter
dem Motto „Wir wollen mitreden –
Menschen mit Demenz sprechen
über ihr Leben seit der
Diagnose“ hatte das
Aktionsbündnis zwei von Demenz
Betroffene gewinnen können, die
über ihre Erfahrungen mit der
Krankheit berichteten. Beide hatten
gemeinsam mit Peter Wißmann,
Leiter der Demenz-Support Stuttgart
gGmbH und Falko Piest,
wissenschaftlicher Mitarbeiter der
Demenz-Support Stuttgart gGmbH
Bücher geschrieben, in denen
sie ihre Erfahrungen und Erlebnisse
mit ihrer Krankheit verarbeitet
haben. Die frühere
Dolmetscherin Helga Rohra, die im
Alter von 55 Jahren an einer
Lewy-Körperchen-Demenz
erkrankte, sprach darüber wie
schwer es ihr am Angang gefallen
sei, ihr Umfeld über ihre
Krankheit zu informieren. „Ich
wollte niemandem zur Last fallen und
hatte besonders Angst um meinen
Sohn, der zu dieser Zeit gerade sein
Abitur machte“, so Frau Rohra. Bei
der Suche nach einem geeigneten
Arbeitsplatz sah sie sich von vielen
Ämtern und Behörden nur
unzureichend unterstützt.
„Ämter sind nicht auf Menschen
mit Demenz vorbereitet, da oft davon
ausgegangen wird, dass diese viel
älter sind“, kritisierte sie.
Auch das Ausfüllen
beispielsweise eines
Arbeitslosengeldantrags sei für
Menschen mit Demenz
außerordentlich schwierig. Der
größte Schrecken an ihrer
Krankheit ist für Frau Rohra
die Angst vor dem Verlust der
Selbstständigkeit. „Ich
möchte meine Angelegenheiten so
lange wie möglich selbst
erledigen“ betont sie. Oft komme es
jedoch vor, dass andere Menschen
einem Dinge einfach aus der Hand
nähmen oder anstatt mit einem
selbst nur noch mit Angehörigen
oder Ärzten sprächen.
Heute geht es Frau Rohra bereits
viel besser, als noch zum Zeitpunkt
ihrer Diagnose: „Ich
beschäftige mich nur mit dem
Jetzt und denke nicht an Morgen. Ich
kann sagen, dass ich trotz allem ein
zufriedener Mensch bin.“ Christian
Zimmermann hat seine Alzheimer
Diagnose im Jahr 2008 bekommen. „Ich
habe damals Freunde und Bekannte
sowie die Mitarbeiter in den
Geschäften, die ich häufig
besuche, sofort über meine
Krankheit informiert. Ich
schäme mich nicht für
meine Krankheit und leide dadurch
weniger unter dem Druck, etwas
verbergen zu müssen“, so der
frühere Unternehmer. Die Angst,
die Familie zu belasten sei seine
größte Angst gewesen, da
er kein Ballast sein wollte.
„Glücklicherweise hat meine
Familie aber alles sehr gut
aufgenommen“, schreibt Zimmermann in
seinem Buch. Wichtig sei, mit dem
engsten Familienkreis
frühzeitig alle wichtigen Dinge
zu besprechen und auch Regelungen
beispielsweise hinsichtlich
finanzieller Angelegenheiten zu
treffen. Mittlerweile hat sich
Christian Zimmermann trotz aller
Einschränkungen recht gut mit
seiner Krankheit arrangiert. „Wenn
ich die Krankheit schon nicht
besiegen kann, dann verbünde
ich mich einfach mit Dr. Alzheimer“,
sagt er scherzhaft. Auch das Malen
und der Auftritt in einer
Theatergruppe seien Dinge, die er
erst durch seine Erkrankung
kennengelernt habe. Für
Informationen und Rückfragen
zum Singener Aktionsbündnis
Demenz stehen Herr Reinhard Zedler
von der AWO unter 07731/9580-11 und
Frau Glocker von ALFA e.V. unter
07731/83505-255 zur Verfügung.
Weltalzheimer-Tag im September
„Zukunft Altern mit und ohne
Demenz – individuelle und
gesellschaftliche
Weichenstellung“ , Demenz-Forscher
in Singen Aktionsbündnis
Demenz veranstaltet
Vortragsabend
Unter
dem Motto „Zukunft Altern mit und
ohne Demenz – individuelle und
gesellschaftliche Weichenstellung“
veranstaltete das Singener
Aktionsbündnis Demenz am
vergangenen Freitag, 23. September,
einen Vortragsabend mit
anschließender
Podiumsdiskussion in Singen. Als
besonderen Gast und Experten auf dem
Gebiet der Demenzforschung hatte das
Aktionsbündnis Prof. Dr. Dr.
h.c. Andreas Kruse, Dipl. Psychologe
und Direktor des Instituts für
Gerontologie der Universität
Heidelberg, gewinnen können.
Professor Kruse gab in seinem
Vortrag einen umfassenden
Überblick über das
Krankheitsbild der Demenz mit seinen
unterschiedlichen Formen und
Symptomen. Hierbei ging er vor allem
auf die gesellschaftlichen Probleme
ein, die die steigende
Lebenserwartung und der damit
verbundene Anstieg an
Alzheimer-Erkrankungen mit sich
bringen. „Bis zum Jahr 2050
müssen wir in Deutschland
mit über 2 Millionen
Demenzerkrankten rechnen“, so Kurse.
Allein durch die Leistungen der
Pflegeversicherung könne man
die Versorgung einer derart
großen Bevölkerungsgruppe
nicht mehr gewährleisten. „Wir
müssen uns daher mit der Frage
beschäftigen, wie wir diesen
pflegerischen Mehrbedarf in Zukunft
auch durch bürgerschaftliches
Engagement abdecken können“, so
der Professor. Dies sei besonders
deswegen notwendig, da die Menschen
heute immer weniger Kinder
bekämen und diese oft entfernt
von ihren Angehörigen wohnten.
Auch für die Zukunft zeigte
sich Andreas Kruse wenig
optimistisch: „Es wird
wahrscheinlich noch 20 bis 30 Jahre
dauern bis es überhaupt
möglich sein wird Alzheimer
ursächlich zu behandeln.“ Die
Forschungen hätten jedoch
gezeigt, dass es auch für
demenzkranke Menschen möglich
sei Lebensqualität zu erleben.
Wichtige Faktoren hierbei seien vor
allem Aktivität, leiblicher
Genuss wie Bewegung, Essen und
Trinken oder Begegnungen mit
Menschen. Auch die
anschließende
Podiumsdiskussion mit dem
Sozialdezernent des Landkreises
Konstanz Axel Goßner, Gabriele
Glocker (ALFA e.V), Fredis Feiertag
(stellv. Kreisseniorenrätin)
und Ina Klietz (Institut für
neue Wohnformen im Alter)
beschäftigte sich mit der Frage
der pflegerischen Versorgung
dementer Patienten sowie der
Notwendigkeit von
bürgerschaftlichem Engagement.
Reinhard Zedler, stellvertretender
Geschäftsführer der AWO
Kreisverband Konstanz und Moderator
der Veranstaltung betonte, dass man
sich bei der Versorgung von dementen
Patienten in erster Linie an deren
Bedürfnissen orientieren
müsse. Die Diskussion zeigte,
dass insbesondere die sogenannten
Präsenzkräfte, welche
beispielsweise in Pflegeheimen
für die Alltagsgestaltung der
Patienten zuständig sind,
hierbei eine wichtige Rolle spielen,
da diese Patienten zur
Aktivität anregen und ein
geregelter Tagesablauf für
Demenz-Patienten sehr wichtig ist.
Wichernsaal,
Freiheitsstr.
36,
78224
Singen

Veranstalter: „Aktionsbündnis
Demenz“ bestehend aus den
Einrichtungen: ALFA Alten- und
Familienservice e.V.
Demenzberatungsstelle, AWO
Angehörigengruppe
Alzheimer-Kranker, Johanniter
Singen, INA – Institut für neue
Wohnformen im Alter, Aktive
Lebensgestaltung im Alter-Tobias
Volz, Lebensweise-Ulrike Traub
Finanziell unterstützt wird das
Projekt von der Stadt Singen und
nach § 20 c SGB V
(Kassenartenübergreifende
Gemeinschaftsförderung) in der
Region Hochrhein-Bodensee durch: AOK
/ BetriebsKK / IKK classic /
Knappschaft / LKK / vdek e.V.
2.
Alltagsbegleiter in Ausbildung
stellen die Integrative Validation
vor
Wann: 15.September 2011,
15.30 Uhr
Wo: Gemeindesaal Liebfrauen,
Uhlandstrasse 39, 78224 Singen
Für wen: Betroffene, pflegende
Angehörige , Fachpersonal und
alle interessierten Bürger und
Bürgerinnen
Moderation: Ulrike Traub,
LebensWeise im Alter
Teilnehmer der AWO
Qualifizierungsmaßnahme zum
Alltagsbegleiter stellten die
Integrative Validation (kurz IVA)
vor. Diese orientiert sich in der
Begleitung von Menschen mit Demenz
an deren Ressourcen und ihrer
Erfahrungswelt: Sie
äußern Gefühle und
Antriebe, die zunehmend Zentrum
ihres Erlebens und Grundlage ihres
Verhaltens sind. IVA bestätigt
und benennt diese, erklärt sie
für gültig und
richtungweisend. Menschen mit Demenz
fühlen sich verstanden und
ernst genommen. Interessierte
erhielten Informationen über
diese Herangehensweise und Haltung,
die die Teilnehmer/innen im Rahmen
der Qualifizierungsmaßnahme
kennen- und schätzen gelernt
haben.
3. Pflegebedürftig und dement
– was muss ich als
Angehöriger organisieren?
Anlässlich des
Weltalzheimertages lud die AWO alle
Interessierten herzlich zu einer
Informationsveranstaltung ein, bei
der Angehörige alle Fragen rund
um das Thema
Pflegebedürftigkeit und Demenz
beantwortet bekamen. Am 27.09.2011
von 18 bis 20 Uhr wurde im
Emil-Sräga-Haus in der
Freiburgerstr. 1b in Singen Dominik
Eisermann, der Heimleiter des
AWO-Pflegeheimes, und Denise Bleier,
Pflegedienstleitung des ambulanten
Pflegedienstes der AWO,
Informationen gegeben.
4.
Konstanz: am 28.09.2011 um 15.00
Uhr, Treffpunkt Chérisy
Es wurde der Film " Grüne
Tomaten" gezeigt. In dem Film wird
über die Demenz aufmerksam
gemacht, dieser zum Welterfolg
wurde. Danach konnte man über
den Film reden,diskutieren oder auch
einfach sein Feed-back geben.
Weltalzheimertag
am 21.09.2010
Mit
verschiedenen Veranstaltungen
will die AWO auf die Problematik
der Alzheimererkrankung
aufmerksam machen:
Diagnose Alzheimer: Helmut
Zacharias LESUNG mit
musikalischer Umrahmung
21.09.2010 Weltalzheimertag 19
Uhr bis 20.30 Uhr
Der
Name Helmut Zacharias ist seit
Jahrzehnten nicht nur in
Deutschland ein Begriff. Mit
seiner romantischen Musik hat er
Millionen Herzen froh und
glücklich gemacht. Seit
längerem litt der Anfang
2002 verstorbene berühmte
Musiker wie 1 Million andere
Deutsche an der
Alzheimer-Krankheit. Das Buch
”Diagnose Alzheimer: Helmut
Zacharias”, geschrieben von
seiner Tochter Sylvia, schildert
die Entwicklung der
Alzheimer-Krankheit seit den
ersten Krankheitsanzeichen. Es
dokumentiert die
Veränderungen des
Verhaltens des großen
Musikers im Verlauf der
Krankheit und die Hilflosigkeit
seiner Familie. Es zeigt, wie
allein gelassen Angehörige
sind, wenn Ärzte schweigen
und wenn sie keinen Zugang zu
Hilfsangeboten oder
Informationsquellen haben.
Herzlich laden wir ein zu einer
Lesung mit Fredis Feiertag,
Kreisseniorenrätin. Die
Lesung wird musikalisch umrahmt
von Nikos Ormanlidis,
Violinvituose. Infos und
Anmeldung bei: Reinhard Zedler,
Tel: 07731 / 958011 E-Mail:
zedler@awo-konstanz.de
Kürbiszauber
in
der Cafeteria der
Seniorenwohnanlage in der
Chèrisystrasse 15 in
Konstanz am 29.09.2010 um
15.00 Uhr.
Der Alltag in der Betreuung und
Pflege eines an Demenz
erkrankten Angehörigen ist
oft beschwerlich, grau und
voller Probleme. Und doch kann
es gelingen schöne
Augenblicke „hineinzuzaubern“:
Erinnerungsarbeit kann über
einfache Hilfsmittel diesen
Zauber bewirken.
Praktisches Beispiel an diesem
Nachmittag ist der Kürbis.
Wir wollen zusammen mit den
Angehörigen und deren an
Demenz erkrankten Kürbisse
schnitzen eventuell auch
verarbeiten. Dabei werden auch
Fragen besprochen, die stets im
Raum stehen:
Wie lange kann der an Demenz
erkrankte noch zu hause leben,
wie lange ist er tragbar ?
Welche Hilfen kann ich mir von
außen holen, wie halte ich
die sozialen Kontakte aufrecht ?
Eingeladen sind Interessierte
auch gerne mit ihren an Demenz
erkrankten Angehörigen.
Tanz-Café ein
voller Erfolg
Ehrenamtliche
gesucht
Im September
2009 lud die AWO zum
Tanzcafé in
den Pavillon des
Emil-Sräga-Hauses,
Freiburger Strasse
in Singen ein.
Gekommen waren nicht
nur Demenzkranke mit
ihren
Angehörigen,
sondern auch
Bewohner des
Emil-Sräga-Hauses
und deren
Pflegekräfte
und Mieter der
Seniorenwohnanlage.
Ihnen gemeinsam war
die Freude am
geselligen
Beisammensein aber
die Unsicherheit,
wie das alles werden
wird. Aber nach den
ersten Tanzpaaren
auf der
Tanzfläche
trauten sich immer
mehr trotz
Behinderungen sich
zur Musik zu
bewegen. „Ich habe
seit 20 Jahren
mindestens nicht
mehr getanzt“
äußerten
mehrere Damen. Durch
die Lifemusik von
Josef Blum aus
Allensbach mit dem
Akkordeon animiert
wagten sich auch an
demenzerkrankte
Senioren an Tango
und Walzer und man
konnte viele
strahlende Gesichter
beobachten. Wichtig
war auch der
gesellige Rahmen mit
Kaffee und Kuchen,
der von der
Bäckerei
Schuhmacher aus
Allensbach gespendet
wurde. Über 20
Teilnehmerinnen und
Teilnehmer erlebten
so bei Schlagern von
anno dazumal einen
schönen
Nachmittag. Seit
Februar 2010 wird
dieser Tanzkaffee
regelmäßig
von einem Kreis
Ehrenamtlicher
angeboten und
erfreut sich
großer
Beliebtheit
An
ihrer Seite - Kinofilm
Am
24.09.09 zeigte das Scala Kinozentrum
in Konstanz an der Marktstätte um
15.30 Uhr den Film „An ihrer Seite“ in
Kooperation mit der AWO. Im
Anschluß an den Film wurde mit
Experten der AWO (Karin
Both, Leiterin der Konstanzer
Angehörigengruppe, Martin
Schröpel von der
Altenhilfeberatung Konstanz sowie
Reinhard Zedler, Fachmann für
Demenzerkrankungen beim AWO
Kreisverband Konstanz, Tobias Volz) zum
Thema „Demenz“diskutiert. Der Film
schildert das Schicksal einer von der
Alzheimerkrankheit betroffenen Frau
und ihres Ehemannes schildert.Mit
diesem Film möchte die AWO vor
allem die psychischen Belastungen der
Angehörigen und die tiefgehenden
menschlichen Fragen dazu in den
Blickpunkt zu rücken.
LEBEN MIT DEM VERGESSEN ?
Die Alzheimersche Krankheit gehört zu
den häufigsten psychiatrischen
Erkrankungen im Alter. Im Alter von 60
Jahren sind
nur etwa 1-2 Prozent der Bevölkerung,
im Alter von 80 Jahren jeder Fünfte und
im Alter von 90 Jahren schon jeder Dritte
davon betroffen.
1997 waren in Deutschland ca. 800.000
Menschen an der Alzheimer Krankheit
erkrankt.
Die Alzheimerkrankheit ist heute zum
Überbegriff für krankheitsbedingte
Veränderungen geworden, die mit
Verwirrtheit, im Fachbegriff „Demenz“,
einhergehen.
Die Alzheimerkrankheit stellt die
Betroffenen, Angehörige, Ärzte und
HelferInnen vor große Schwierigkeiten.
Oftmals gibt es
jedoch Hilfen, die nicht in Anspruch
genommen werden, da ihr Sinn oder ihr
Vorhandensein nicht bekannt sind .
Aber noch immer gibt es viele
Versorgungslücken und die Haltung bei
Angehörigen,niemanden belasten, Hilfe
nicht in Anspruch nehmen und den Kranken am
liebsten verstecken zu wollen. Leben mit dem
Vergessen ist in diesem Sinne doppeldeutig.
DAS ALZHEIMER LIED
Vergesst
nicht
die
Vergesslichen,
weil
sonst
die
Spur
verweht
Verwirrt nicht die verwirrt sind durch unsre
Realität
Wie
Blumen
blühen
wir
heran
und
welken
bei
der
Zeit
Nimmt uns der Herbst die
Blütenpracht
Dann fragen wir, was bleibt
Die
Würde
ist
ein
kleiner
Stein,
auf dem das Haus gebaut
reiss ihn nicht fort, sonst stürzt es
ein
schneller, als man glaubt
Der
Vater
meines
Vaters
hats
bis
70
geschafft
Danach hat er auf einmal nichts mehr
gerafft
Er
wusste
nicht mehr, wie er heißt - hat seine
Frau nicht mehr erkannt
Oft ist er auf dem Weg nach hause irgendwohin
gerannt
Natürlich
kam´s nicht über Nacht, es kam
uns nur so vor
Als der Arzt
sein Urteil sprach da wars, als ob ich ihn
verlor
Es war ein großer Schock, es ist eine
schwere Last
Du brauchst
Kraft und die hast du nur wenn du jemanden
an deiner Seite hast
|
     |


geändert:
04.01.2012
Im
Überblick

Zentrale
Information bei:
Reinhard
Zedler
Tel: 07731 / 95 80
11
E-Mail:zedler@awo-konstanz.de

Die
Gruppe in
Konstanz
Chérisystr. 15
78467 Konstanz
trifft
sich in der Regel
jeweils
am
ersten Montag
eines Monats, um
14
Uhr 30 bis 16 Uhr
Termine 2012:
09.01/06.02 /
12.03 /02.04
/07.05/04.06/02.07/08.10/05.11/03.12
Die Gruppe in
Singen
trifft sich:
in der Regel
jeweils am letzten Freitag
eines Monats,
14 Uhr 30 bis 16 Uhr
Termine
2012:
zur
Zeit läuft eine Umfrage zur
Weiterführung der
Angehörigengruppe. Ende Januar 2012
hoffen wir weitere Informationen geben zu
können.
Mit
finanzieller Unterstützung nach
§ 20 c SGB V
(Kassenartenübergreifende
Gemeinschaftsförderung) in der Region
Hochrhein-Bodensee 2011 durch:
AOK / BetriebsKK / IKK classic /
Knappschaft / LKK / vdek e.V.
Die Gruppe
wird von
Tobias Volz
geleitet vom Pflegedienst "Aktive
Lebensgestaltung
mit Senioren", Allensbach
Links zum
Thema
WELTALZHEIMERTAG
Seit 1994
finden am 21. September in aller Welt
vielfältige Aktivitäten statt, um
die Öffentlichkeit auf die Situation
der Alzheimer-Kranken und ihrer
Angehörigen aufmerksam zu machen.
Weltweit sind etwa 24,3 Millionen Menschen
von Demenzerkrankungen betroffen, zwei
Drittel davon in Entwicklungsländern.
Bis 2040 wird die Zahl auf voraussichtlich
81 Millionen ansteigen, besonders dramatisch
in China, Indien und Lateinamerika. Der
Welt-Alzheimertag wird von der
Dachorganisation Alzheimer’s Disease
International (London) (www.alz.co.uk)
weltweit unterstützt. Das Motto des
Welt-Alzheimertages 2008 lautete in
Deutschland: "Aktiv für Demenzkranke"
TIPP:
Bürgertelefon
der
Bundesregierung zur gesetzlichen Krankenversicherung:
(0,12
€/Min. aus dem deutschen
Festnetz)
(Montag bis
Donnerstag zwischen 8 Uhr und 20 Uhr)
01805 / 99 66 02
Bürgertelefon der
Bundesregierung zur gesetzlichen
Pflegeversicherung:
(0,12
€/Min.
aus dem deutschen Festnetz)
(Montag
bis
Donnerstag zwischen 8 Uhr und 20 Uhr)
01805
/ 99 66 03
Alzheimertelefon
der deutschen Alzheimergesellschaft:
(0,09 EURO
pro Minute aus dem deutschen Festnetz)
(Montag bis
Donnerstag, 9-18 Uhr
Freitag, 9-15 Uhr)
01803 / 171017
Das
Patienteninformationszentrum (PIZ) am
Zentrum für Psychiatrie Reichenau
bietet u.a. kostenlose Beratung. Der Flyer als pdf
|