AWO-LogoArbeiterwohlfahrt Kreisverband Konstanz e.V.                                                       
hintergrund
600
ANGEHÖRIGENGRUPPEN ALZHEIMER - DEMENZ
Entlastung durch Gespräche und Informationen...

DAS IST DAS ZIEL DER ANGEHÖRIGENGRUPPEN IN KURZEN WORTEN: 

Die Pflege eines demenzerkrankten Menschen führt zu einer enormen körperlichen, finanziellen und vor allem seelischen Belastung.

Dabei ist das Erleben, wie sich der vertraute Mensch immer mehr in seiner Persönlichkeit verändert, für die Angehörigen oft am schwersten zu ertragen. 

Angehörige und all die Personen, die mit der Pflege eines Alzheimer-Patienten betraut sind, sollten nicht vergessen, auch an ihre eigene Gesundheit zu denken und sich notfalls Hilfen zu suchen, um Entlastung zu bekommen. 

Ein erster Schritt kann darin bestehen, sich genauer über die Krankheit und ihren Verlauf zu informieren, um sie besser verstehen zu können und den Umgang mit dem Kranken zu lernen.

Hinter schwierigen Verhaltensweisen des Kranken, die vielleicht auch Ärger auslösen können, steckt keine Absicht: sie sind Teil der Krankheit. 

Daneben kann es entlastend sein, mit anderen Menschen über eigene Schwierigkeiten, die im Verlauf der Betreuung entstehen können, zu sprechen. Gefühle der Hilflosigkeit, Traurigkeit und Verzweiflung, aber auch
Ärger oder Schuldgefühle bei den Angehörigen und Pflegern sind verständliche Empfindungen, die jedoch stark belasten können. 

Die Sorge um sich selbst kommt letztlich wieder dem erkrankten Menschen zugute, der auf die Hilfe von Angehörigen und Pflegern angewiesen ist. 

Die Angehörigengruppen sind offene Gruppen, d.h. zu jedem Termin kann man als "Neuer" dazustoßen und geht dabei keine Verpflichtung ein, das nächste mal zu kommen. 

Neben dem Ziel, die Angehörigen zu entlasten, gilt es allerdings auch, die Öffentlichkeit und Institutionen über die besondere Lage der Alzheimerkranken und ihrer Angehörigen zu informieren. 

Einen Beitrag unter dem Titel "Manchmal wird mir alles zuviel" finden Sie hier

„Dement sein dürfen ohne Tabus“
DemenzkongressAm 02. und 3. März 2012 führt die AWO in Singen zusammen mit dem ALFA Alten- und Familienservice eV. einen Demenz-Kongress durch, bei dem verschiedene Referenten, darunter Prof. Erwin Böhm und Prof. Dr. Hans Förstl zu „Tabuthemen“ rund um die Demenz vortragen werden.
Die Demenz selbst ist leider immer noch ein Tabuthema. In unserer Gesellschaft werden Menschen, die sich "anders" verhalten, als komisch bezeichnet und es herrscht allgemeine Unsicherheit, wie man sich ihnen gegenüber verhalten soll. Betroffene und Angehörige sprechen immer noch zu wenig über ihre Probleme, mit denen sie im Pflegealltag konfrontiert sind. Begleitend zur Demenz treten weitere Erscheinungen auf; auch über diese "spricht man nicht". Der Kongress will Betroffenen und ihren Angehörigen zeigen, dass es rund um die Demenz nichts gibt, worüber man nicht sprechen dürfte. Im Gegenteil: wer offen mit der Thematik umgeht und sich mit anderen austauscht, tut sich im Pflegealltag leichter. Gleichzeitig sollen die Vorträge der Referenten fachliches Wissen vermitteln. Es werden Aussteller-Tische vergeben, bei denen interessierte Einrichtungen über ihre Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen informieren können. Willkommen sind auch Unternehmungen aus der Region, die ihre Produkte rund ums Alter präsentieren möchten. Die Anmeldefrist für die Aussteller ist der 30.12.2011. Besucher sollten sich bis zum 15.02.2012 angemeldet haben. Formulare sind erhältlich unter der Rufnummer 07731/83505-255 ALFA e.V. oder bei der AWO unter 07731/958011.

Der Flyer zum Kongress als pdf (2MB)



Ein weiterer wichtiger Baustein im Hilfesystem für Angehörige und von der Alzheimer-Krankheit Betroffene sind sogenannte Betreuungsgruppen. Die AWO hat solch eine Betreuungsgruppe - die "Vergissmeinnicht-Gruppe" - in Gottmadingen




Berichte aus den letzten Jahren:



Singener Aktionsbündnis Demenz gegründet - erstes Treffen am 19.10.2011
Das Singener Aktionsbündnis Demenz wurde von der AWO und weiteren Veranstaltern gegründet.
Das Aktionsbündnis möchte durch sein Engagement auf eine gesellschaftliche Akzeptanz und Verständnis für dementielle Erkrankungen hinarbeiten sowie Betroffene und Angehörige über die rechtlichen Aspekte im Zusammenhang mit der Erkrankung aufklären. Ein erstes größeres Treffen fand am 19.10. um 14.30 bis 16 in der AWO, Heinrich-Weber-Platz 2, statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.

„Wir wollen mitreden“ Demenzbetroffene berichten, 18.11.11
Gesprächsrunde
von links nach rechts: P.Wißmann, Chr. Zimmermann, H.Rohra, F.Priest

Zu einer besonderen Veranstaltung lud das Singener Aktionsbündnis Demenz am vergangenen Freitag, 18. November, in den Wichernsaal der Lutherpfarrei in Singen ein. Unter dem Motto „Wir wollen mitreden – Menschen mit Demenz sprechen über ihr Leben seit der Diagnose“ hatte das Aktionsbündnis zwei von Demenz Betroffene gewinnen können, die über ihre Erfahrungen mit der Krankheit berichteten. Beide hatten gemeinsam mit Peter Wißmann, Leiter der Demenz-Support Stuttgart gGmbH und Falko Piest, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Demenz-Support Stuttgart gGmbH Bücher geschrieben, in denen sie ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit ihrer Krankheit verarbeitet haben. Die frühere Dolmetscherin Helga Rohra, die im Alter von 55 Jahren an einer Lewy-Körperchen-Demenz erkrankte, sprach darüber wie schwer es ihr am Angang gefallen sei, ihr Umfeld über ihre Krankheit zu informieren. „Ich wollte niemandem zur Last fallen und hatte besonders Angst um meinen Sohn, der zu dieser Zeit gerade sein Abitur machte“, so Frau Rohra. Bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz sah sie sich von vielen Ämtern und Behörden nur unzureichend unterstützt. „Ämter sind nicht auf Menschen mit Demenz vorbereitet, da oft davon ausgegangen wird, dass diese viel älter sind“, kritisierte sie. Auch das Ausfüllen beispielsweise eines Arbeitslosengeldantrags sei für Menschen mit Demenz außerordentlich schwierig. Der größte Schrecken an ihrer Krankheit ist für Frau Rohra die Angst vor dem Verlust der Selbstständigkeit. „Ich möchte meine Angelegenheiten so lange wie möglich selbst erledigen“ betont sie. Oft komme es jedoch vor, dass andere Menschen einem Dinge einfach aus der Hand nähmen oder anstatt mit einem selbst nur noch mit Angehörigen oder Ärzten sprächen. Heute geht es Frau Rohra bereits viel besser, als noch zum Zeitpunkt ihrer Diagnose: „Ich beschäftige mich nur mit dem Jetzt und denke nicht an Morgen. Ich kann sagen, dass ich trotz allem ein zufriedener Mensch bin.“ Christian Zimmermann hat seine Alzheimer Diagnose im Jahr 2008 bekommen. „Ich habe damals Freunde und Bekannte sowie die Mitarbeiter in den Geschäften, die ich häufig besuche, sofort über meine Krankheit informiert. Ich schäme mich nicht für meine Krankheit und leide dadurch weniger unter dem Druck, etwas verbergen zu müssen“, so der frühere Unternehmer. Die Angst, die Familie zu belasten sei seine größte Angst gewesen, da er kein Ballast sein wollte. „Glücklicherweise hat meine Familie aber alles sehr gut aufgenommen“, schreibt Zimmermann in seinem Buch. Wichtig sei, mit dem engsten Familienkreis frühzeitig alle wichtigen Dinge zu besprechen und auch Regelungen beispielsweise hinsichtlich finanzieller Angelegenheiten zu treffen. Mittlerweile hat sich Christian Zimmermann trotz aller Einschränkungen recht gut mit seiner Krankheit arrangiert. „Wenn ich die Krankheit schon nicht besiegen kann, dann verbünde ich mich einfach mit Dr. Alzheimer“, sagt er scherzhaft. Auch das Malen und der Auftritt in einer Theatergruppe seien Dinge, die er erst durch seine Erkrankung kennengelernt habe. Für Informationen und Rückfragen zum Singener Aktionsbündnis Demenz stehen Herr Reinhard Zedler von der AWO unter 07731/9580-11 und Frau Glocker von ALFA e.V. unter 07731/83505-255 zur Verfügung.


Weltalzheimer-Tag im September
„Zukunft Altern mit und ohne Demenz – individuelle und gesellschaftliche Weichenstellung“ ,
Demenz-Forscher in Singen Aktionsbündnis Demenz veranstaltet Vortragsabend
KruseUnter dem Motto „Zukunft Altern mit und ohne Demenz – individuelle und gesellschaftliche Weichenstellung“ veranstaltete das Singener Aktionsbündnis Demenz am vergangenen Freitag, 23. September, einen Vortragsabend mit anschließender Podiumsdiskussion in Singen. Als besonderen Gast und Experten auf dem Gebiet der Demenzforschung hatte das Aktionsbündnis Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse, Dipl. Psychologe und Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg, gewinnen können. Professor Kruse gab in seinem Vortrag einen umfassenden Überblick über das Krankheitsbild der Demenz mit seinen unterschiedlichen Formen und Symptomen. Hierbei ging er vor allem auf die gesellschaftlichen Probleme ein, die die steigende Lebenserwartung und der damit verbundene Anstieg an Alzheimer-Erkrankungen mit sich bringen. „Bis zum Jahr 2050 müssen wir in KruseDeutschland mit über 2 Millionen Demenzerkrankten rechnen“, so Kurse. Allein durch die Leistungen der Pflegeversicherung könne man die Versorgung einer derart großen Bevölkerungsgruppe nicht mehr gewährleisten. „Wir müssen uns daher mit der Frage beschäftigen, wie wir diesen pflegerischen Mehrbedarf in Zukunft auch durch bürgerschaftliches Engagement abdecken können“, so der Professor. Dies sei besonders deswegen notwendig, da die Menschen heute immer weniger Kinder bekämen und diese oft entfernt von ihren Angehörigen wohnten. Auch für die Zukunft zeigte sich Andreas Kruse wenig optimistisch: „Es wird wahrscheinlich noch 20 bis 30 Jahre dauern bis es überhaupt möglich sein wird Alzheimer ursächlich zu behandeln.“ Die Forschungen hätten jedoch gezeigt, dass es auch für demenzkranke Menschen möglich sei Lebensqualität zu erleben. Wichtige Faktoren hierbei seien vor allem Aktivität, leiblicher Genuss wie Bewegung, Essen und Trinken oder Begegnungen mit Menschen. Auch die anschließende Podiumsdiskussion mit dem Sozialdezernent des Landkreises Konstanz Axel Goßner, Gabriele Glocker (ALFA e.V), Fredis Feiertag (stellv. Kreisseniorenrätin) und Ina Klietz (Institut für neue Wohnformen im Alter) beschäftigte sich mit der Frage der pflegerischen Versorgung dementer Patienten sowie der Notwendigkeit von bürgerschaftlichem Engagement. Reinhard Zedler, stellvertretender Geschäftsführer der AWO Kreisverband Konstanz und Moderator der Veranstaltung betonte, dass man sich bei der Versorgung von dementen Patienten in erster Linie an deren Bedürfnissen orientieren müsse. Die Diskussion zeigte, dass insbesondere die sogenannten Präsenzkräfte, welche beispielsweise in Pflegeheimen für die Alltagsgestaltung der Patienten zuständig sind, hierbei eine wichtige Rolle spielen, da diese Patienten zur Aktivität anregen und ein geregelter Tagesablauf für Demenz-Patienten sehr wichtig ist.
Wichernsaal, Freiheitsstr. 36, 78224 Singen
Diskussionsrunde
Veranstalter: „Aktionsbündnis Demenz“ bestehend aus den Einrichtungen: ALFA Alten- und Familienservice e.V. Demenzberatungsstelle, AWO Angehörigengruppe Alzheimer-Kranker, Johanniter Singen, INA – Institut für neue Wohnformen im Alter, Aktive Lebensgestaltung im Alter-Tobias Volz, Lebensweise-Ulrike Traub
Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Stadt Singen und nach § 20 c SGB V (Kassenartenübergreifende Gemeinschaftsförderung) in der Region Hochrhein-Bodensee durch: AOK / BetriebsKK / IKK classic / Knappschaft / LKK / vdek e.V.

2. Alltagsbegleiter in Ausbildung stellen die Integrative Validation vor
Wann: 15.September 2011, 15.30 Uhr
Wo: Gemeindesaal Liebfrauen, Uhlandstrasse 39, 78224 Singen
Für wen: Betroffene, pflegende Angehörige , Fachpersonal und alle interessierten Bürger und Bürgerinnen
Moderation: Ulrike Traub, LebensWeise im Alter
Teilnehmer der AWO Qualifizierungsmaßnahme zum Alltagsbegleiter stellten die Integrative Validation (kurz IVA) vor. Diese orientiert sich in der Begleitung von Menschen mit Demenz an deren Ressourcen und ihrer Erfahrungswelt: Sie äußern Gefühle und Antriebe, die zunehmend Zentrum ihres Erlebens und Grundlage ihres Verhaltens sind. IVA bestätigt und benennt diese, erklärt sie für gültig und richtungweisend. Menschen mit Demenz fühlen sich verstanden und ernst genommen. Interessierte erhielten Informationen über diese Herangehensweise und Haltung, die die Teilnehmer/innen im Rahmen der Qualifizierungsmaßnahme kennen- und schätzen gelernt haben.

3. Pflegebedürftig und dement – was muss ich als Angehöriger organisieren?

Anlässlich des Weltalzheimertages lud die AWO alle Interessierten herzlich zu einer Informationsveranstaltung ein, bei der Angehörige alle Fragen rund um das Thema Pflegebedürftigkeit und Demenz beantwortet bekamen. Am 27.09.2011 von 18 bis 20 Uhr wurde im Emil-Sräga-Haus in der Freiburgerstr. 1b in Singen Dominik Eisermann, der Heimleiter des AWO-Pflegeheimes, und Denise Bleier, Pflegedienstleitung des ambulanten Pflegedienstes der AWO, Informationen gegeben.


4. Konstanz: am 28.09.2011 um 15.00 Uhr, Treffpunkt Chérisy
Es wurde der Film " Grüne Tomaten" gezeigt. In dem Film wird über die Demenz aufmerksam gemacht, dieser zum Welterfolg wurde. Danach konnte man über den Film reden,diskutieren oder auch einfach sein Feed-back geben.



Weltalzheimertag am 21.09.2010
Mit verschiedenen Veranstaltungen will die AWO auf die Problematik der Alzheimererkrankung aufmerksam machen:
Diagnose Alzheimer: Helmut Zacharias LESUNG mit musikalischer Umrahmung 21.09.2010 Weltalzheimertag 19 Uhr bis 20.30 Uhr
Der Name Helmut Zacharias ist seit Jahrzehnten nicht nur in Deutschland ein Begriff. Mit seiner romantischen Musik hat er Millionen Herzen froh und glücklich gemacht. Seit längerem litt der Anfang 2002 verstorbene berühmte Musiker wie 1 Million andere Deutsche an der Alzheimer-Krankheit. Das Buch ”Diagnose Alzheimer: Helmut Zacharias”, geschrieben von seiner Tochter Sylvia, schildert die Entwicklung der Alzheimer-Krankheit seit den ersten Krankheitsanzeichen. Es dokumentiert die Veränderungen des Verhaltens des großen Musikers im Verlauf der Krankheit und die Hilflosigkeit seiner Familie. Es zeigt, wie allein gelassen Angehörige sind, wenn Ärzte schweigen und wenn sie keinen Zugang zu Hilfsangeboten oder Informationsquellen haben. Herzlich laden wir ein zu einer Lesung mit Fredis Feiertag, Kreisseniorenrätin. Die Lesung wird musikalisch umrahmt von Nikos Ormanlidis, Violinvituose. Infos und Anmeldung bei: Reinhard Zedler, Tel: 07731 / 958011 E-Mail: zedler@awo-konstanz.de Kürbiszauber
in der Cafeteria der Seniorenwohnanlage in der Chèrisystrasse 15 in Konstanz am 29.09.2010 um 15.00 Uhr.
Der Alltag in der Betreuung und Pflege eines an Demenz erkrankten Angehörigen ist oft beschwerlich, grau und voller Probleme. Und doch kann es gelingen schöne Augenblicke „hineinzuzaubern“: Erinnerungsarbeit kann über einfache Hilfsmittel diesen Zauber bewirken.
Praktisches Beispiel an diesem Nachmittag ist der Kürbis.
Wir wollen zusammen mit den Angehörigen und deren an Demenz erkrankten Kürbisse schnitzen eventuell auch verarbeiten. Dabei werden auch Fragen besprochen, die stets im Raum stehen:
Wie lange kann der an Demenz erkrankte noch zu hause leben, wie lange ist er tragbar ? Welche Hilfen kann ich mir von außen holen, wie halte ich die sozialen Kontakte aufrecht ? Eingeladen sind Interessierte auch gerne mit ihren an Demenz erkrankten Angehörigen.


Tanz-Café ein voller Erfolg

Ehrenamtliche gesucht

Im September 2009 lud die AWO zum Tanzcafé in den Pavillon des Emil-Sräga-Hauses, Freiburger Strasse in Singen ein. Gekommen waren nicht nur Demenzkranke mit ihren Angehörigen, sondern auch Bewohner des Emil-Sräga-Hauses und deren Pflegekräfte und Mieter der Seniorenwohnanlage. Ihnen gemeinsam war die Freude am geselligen Beisammensein aber die Unsicherheit, wie das alles werden wird. Aber nach den ersten Tanzpaaren auf der Tanzfläche trauten sich immer mehr trotz Behinderungen sich zur Musik zu bewegen. „Ich habe seit 20 Jahren mindestens nicht mehr getanzt“ äußerten mehrere Damen. Durch die Lifemusik von Josef Blum aus Allensbach mit dem Akkordeon animiert wagten sich auch an demenzerkrankte Senioren an Tango und Walzer und man konnte viele strahlende Gesichter beobachten. Wichtig war auch der gesellige Rahmen mit Kaffee und Kuchen, der von der Bäckerei Schuhmacher aus Allensbach gespendet wurde. Über 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten so bei Schlagern von anno dazumal einen schönen Nachmittag. Seit Februar 2010 wird dieser Tanzkaffee regelmäßig von einem Kreis Ehrenamtlicher angeboten und erfreut sich großer Beliebtheit

An ihrer Seite - Kinofilm
Am 24.09.09 zeigte das Scala Kinozentrum in Konstanz an der Marktstätte um 15.30 Uhr den Film „An ihrer Seite“ in Kooperation mit der AWO. Im Anschluß an den Film wurde mit Experten der AWO (Karin Both, Leiterin der Konstanzer Angehörigengruppe, Martin Schröpel von der Altenhilfeberatung Konstanz sowie Reinhard Zedler, Fachmann für Demenzerkrankungen beim AWO Kreisverband Konstanz, Tobias Volz) zum Thema „Demenz“diskutiert. Der Film schildert das Schicksal einer von der Alzheimerkrankheit betroffenen Frau und ihres Ehemannes schildert.Mit diesem Film möchte die AWO vor allem die psychischen Belastungen der Angehörigen und die tiefgehenden menschlichen Fragen dazu in den Blickpunkt zu rücken.

LEBEN MIT DEM VERGESSEN ?


Die Alzheimersche Krankheit gehört zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen im Alter. Im Alter von 60 Jahren sind
nur etwa 1-2 Prozent der Bevölkerung, im Alter von 80 Jahren jeder Fünfte und im Alter von 90 Jahren schon jeder Dritte davon betroffen.

1997 waren in Deutschland ca. 800.000 Menschen an der Alzheimer Krankheit erkrankt. 

Die Alzheimerkrankheit ist heute zum Überbegriff für krankheitsbedingte Veränderungen geworden, die mit Verwirrtheit, im Fachbegriff „Demenz“, einhergehen.

Die Alzheimerkrankheit stellt die Betroffenen, Angehörige, Ärzte und HelferInnen vor große Schwierigkeiten. Oftmals gibt es
jedoch Hilfen, die nicht in Anspruch genommen werden, da ihr Sinn oder ihr Vorhandensein nicht bekannt sind .

Aber noch immer gibt es viele Versorgungslücken und die Haltung bei Angehörigen,niemanden belasten, Hilfe nicht in Anspruch nehmen und den Kranken am liebsten verstecken zu wollen. Leben mit dem Vergessen ist in diesem Sinne doppeldeutig.


DAS ALZHEIMER LIED

Vergesst nicht die Vergesslichen, weil sonst die Spur verweht 
Verwirrt nicht die verwirrt sind durch unsre Realität 

Wie Blumen blühen wir heran und welken bei der Zeit 
Nimmt uns der Herbst die Blütenpracht 
Dann fragen wir, was bleibt

Die Würde ist ein kleiner Stein, 
auf dem das Haus gebaut 
reiss ihn nicht fort, sonst stürzt es ein 
schneller, als man glaubt 

Der Vater meines Vaters hats bis 70 geschafft 
Danach hat er auf einmal nichts mehr gerafft 

Er wusste nicht mehr, wie er heißt - hat seine Frau nicht mehr erkannt 
Oft ist er auf dem Weg nach hause irgendwohin gerannt 

Natürlich kam´s nicht über Nacht, es kam uns nur so vor 
Als der Arzt sein Urteil sprach da wars, als ob ich ihn verlor 

Es war ein großer Schock, es ist eine schwere Last 

Du brauchst Kraft und die hast du nur wenn du jemanden an deiner Seite hast 

Text als Datei zum download (als doc-Dokument, Word 2000)
(Text u. Musik: Reinhard Zedler, Juni 2000) 


Das Lied unter youtube.com

Vergesst nicht die Vergesslichen

















langseitelangseitelangseitelangseitelangseitelangseite 165
Alte Dame

geändert: 04.01.2012

Im Überblick

Nicht vergessen

  Info  

Zentrale Information bei:
Reinhard Zedler
Tel: 07731 / 95 80 11
E-Mail:zedler@awo-konstanz.de


Reinhard Zedler
Die Gruppe in
Konstanz
Chérisystr.  15 
78467 Konstanz 
trifft sich in der Regel 
jeweils am ersten Montag
eines Monats,
um
14 Uhr 30 bis 16 Uhr 

Termine 2012:

09.01/06.02 / 12.03 /02.04 /07.05/04.06/02.07/08.10/05.11/03.12

 



Die Gruppe in 

Singen
trifft sich: 
in der Regel 
jeweils am letzten Freitag
eines Monats,
 
14 Uhr 30 bis 16 Uhr 
im Pavillion des Emil-Sräga-Hauses (AWO-Seniorenfamilie)
Freiburger Str. 1b
78224 Singen
Tel: 07731-91 25 40

Termine 2012:

zur Zeit läuft eine Umfrage zur Weiterführung der Angehörigengruppe. Ende Januar 2012 hoffen wir weitere Informationen geben zu können.

Mit finanzieller Unterstützung nach
§ 20 c SGB V (Kassenartenübergreifende Gemeinschaftsförderung) in der Region Hochrhein-Bodensee 2011 durch:
AOK / BetriebsKK / IKK classic / Knappschaft / LKK / vdek e.V.

Die Gruppe wird von
Tobias Volz
geleitet vom Pflegedienst "Aktive Lebensgestaltung mit Senioren", Allensbach


Links zum Thema


WELTALZHEIMERTAG

Seit 1994 finden am 21. September in aller Welt vielfältige Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation der Alzheimer-Kranken und ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen. Weltweit sind etwa 24,3 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen, zwei Drittel davon in Entwicklungsländern. Bis 2040 wird die Zahl auf voraussichtlich 81 Millionen ansteigen, besonders dramatisch in China, Indien und Lateinamerika. Der Welt-Alzheimertag wird von der Dachorganisation Alzheimer’s Disease International (London) (www.alz.co.uk) weltweit unterstützt. Das Motto des Welt-Alzheimertages 2008 lautete in Deutschland: "Aktiv für Demenzkranke"

TIPP:

Bürgertelefon der Bundesregierung zur gesetzlichen Krankenversicherung:
(0,12 €/Min. aus dem deutschen Festnetz)
(Montag bis Donnerstag zwischen 8 Uhr und 20 Uhr)
01805 / 99 66 02
 

Bürgertelefon der Bundesregierung zur gesetzlichen Pflegeversicherung:
(0,12 €/Min. aus dem deutschen Festnetz)
(Montag bis Donnerstag zwischen 8 Uhr und 20 Uhr)
01805 / 99 66 03

Alzheimertelefon der deutschen Alzheimergesellschaft:
(0,09 EURO pro Minute aus dem deutschen Festnetz)
(Montag bis Donnerstag, 9-18 Uhr
Freitag, 9-15 Uhr)

01803 / 171017


 

Das Patienteninformationszentrum (PIZ) am Zentrum für Psychiatrie Reichenau bietet u.a. kostenlose Beratung. Der Flyer als pdf