
ANGEHÖRIGENGRUPPEN
ALZHEIMER - DEMENZ
Entlastung durch
Gespräche und Informationen...
DAS IST DAS ZIEL DER
ANGEHÖRIGENGRUPPEN IN KURZEN WORTEN:
Die
Pflege eines demenzerkrankten Menschen führt zu einer enormen
körperlichen, finanziellen und vor allem seelischen Belastung.
Dabei
ist das Erleben, wie sich der vertraute Mensch immer mehr in seiner
Persönlichkeit verändert, für die Angehörigen oft
am schwersten zu ertragen.
Angehörige
und all die Personen, die mit der Pflege eines Alzheimer-Patienten
betraut sind, sollten nicht vergessen, auch an ihre eigene Gesundheit
zu denken und sich notfalls Hilfen zu suchen, um Entlastung zu
bekommen.
Ein
erster Schritt kann darin bestehen, sich genauer über die
Krankheit und ihren Verlauf zu informieren, um sie besser verstehen zu
können und den Umgang mit dem Kranken zu lernen.
Hinter
schwierigen Verhaltensweisen des Kranken, die vielleicht auch
Ärger auslösen können, steckt keine Absicht: sie sind
Teil der Krankheit.
Daneben
kann es entlastend sein, mit anderen Menschen über eigene
Schwierigkeiten, die im Verlauf der Betreuung entstehen können, zu
sprechen. Gefühle der Hilflosigkeit, Traurigkeit und Verzweiflung,
aber auch
Ärger oder Schuldgefühle bei den Angehörigen
und Pflegern sind verständliche Empfindungen, die jedoch stark
belasten können.
Die
Sorge um sich selbst kommt letztlich wieder dem erkrankten Menschen
zugute, der auf die Hilfe von Angehörigen und Pflegern angewiesen
ist.
Die Angehörigengruppen sind offene Gruppen, d.h. zu jedem Termin
kann man als "Neuer" dazustoßen und geht dabei keine
Verpflichtung ein, das nächste mal zu kommen.
Neben
dem Ziel, die Angehörigen zu entlasten, gilt es allerdings auch,
die Öffentlichkeit und Institutionen über die besondere Lage
der Alzheimerkranken und ihrer Angehörigen zu informieren.
Weltalzheimertag
am 21.09.2010
Mit verschiedenen Veranstaltungen will die
AWO auf die Problematik der Alzheimererkrankung aufmerksam machen:
Diagnose Alzheimer: Helmut Zacharias LESUNG mit musikalischer Umrahmung
21.09.2010
Weltalzheimertag
19 Uhr bis 20.30 Uhr
Der
Name Helmut Zacharias ist seit Jahrzehnten nicht nur in Deutschland ein
Begriff. Mit seiner romantischen Musik hat er Millionen Herzen froh und
glücklich gemacht. Seit längerem litt der Anfang 2002
verstorbene
berühmte Musiker wie 1 Million andere Deutsche an der
Alzheimer-Krankheit. Das Buch ”Diagnose Alzheimer: Helmut Zacharias”,
geschrieben von seiner Tochter Sylvia, schildert die Entwicklung der
Alzheimer-Krankheit seit den ersten Krankheitsanzeichen. Es
dokumentiert die Veränderungen des Verhaltens des großen
Musikers im
Verlauf der Krankheit und die Hilflosigkeit seiner Familie. Es zeigt,
wie allein gelassen Angehörige sind, wenn Ärzte schweigen und
wenn sie
keinen Zugang zu Hilfsangeboten oder Informationsquellen haben.
Herzlich laden wir ein zu einer Lesung mit Fredis Feiertag,
Kreisseniorenrätin. Die Lesung wird musikalisch umrahmt von Nikos
Ormanlidis, Violinvituose.
Infos und Anmeldung bei: Reinhard Zedler, Tel: 07731 / 958011 E-Mail:
zedler@awo-konstanz.de
Kürbiszauber
in der
Cafeteria der Seniorenwohnanlage
in der Chèrisystrasse 15 in Konstanz
am 29.09.2010 um 15.00 Uhr.
Der Alltag in der Betreuung und Pflege eines an Demenz
erkrankten Angehörigen ist oft beschwerlich, grau und
voller Probleme.
Und doch kann es gelingen schöne Augenblicke
„hineinzuzaubern“: Erinnerungsarbeit kann über einfache
Hilfsmittel diesen Zauber bewirken.
Praktisches Beispiel an diesem Nachmittag ist der Kürbis.
Wir wollen zusammen mit den Angehörigen und deren an
Demenz erkrankten Kürbisse schnitzen eventuell auch
verarbeiten.
Dabei werden auch Fragen besprochen, die stets im Raum
stehen:
Wie lange kann der an Demenz erkrankte noch zu hause
leben, wie lange ist er tragbar ?
Welche Hilfen kann ich mir von außen holen, wie halte ich
die sozialen Kontakte aufrecht ?
Eingeladen sind Interessierte auch gerne mit ihren an
Demenz erkrankten Angehörigen.
LEBEN MIT DEM
VERGESSEN ?
Die Alzheimersche Krankheit gehört zu den häufigsten
psychiatrischen Erkrankungen im Alter. Im Alter von 60 Jahren sind
nur etwa 1-2 Prozent der Bevölkerung, im Alter von 80 Jahren jeder
Fünfte und im Alter von 90 Jahren schon jeder Dritte davon
betroffen.
1997 waren in Deutschland ca. 800.000 Menschen an der Alzheimer
Krankheit erkrankt.
Die Alzheimerkrankheit ist heute zum Überbegriff für
krankheitsbedingte Veränderungen geworden, die mit Verwirrtheit,
im Fachbegriff „Demenz“, einhergehen.
Die Alzheimerkrankheit stellt die Betroffenen, Angehörige,
Ärzte und HelferInnen vor große Schwierigkeiten. Oftmals
gibt es
jedoch Hilfen, die nicht in Anspruch genommen werden, da ihr Sinn oder
ihr Vorhandensein nicht bekannt sind .
Aber noch immer gibt es viele Versorgungslücken und die Haltung
bei Angehörigen,niemanden belasten, Hilfe nicht in Anspruch nehmen
und den Kranken am liebsten verstecken zu wollen. Leben mit dem
Vergessen ist in diesem Sinne doppeldeutig.
DAS ALZHEIMER LIED
Vergesst
nicht die Vergesslichen, weil sonst die Spur verweht
Verwirrt nicht die verwirrt sind durch unsre Realität
Wie
Blumen blühen wir heran und welken bei der Zeit
Nimmt uns der Herbst die Blütenpracht
Dann fragen wir, was bleibt
Die
Würde ist ein kleiner Stein,
auf dem das Haus gebaut
reiss ihn nicht fort, sonst stürzt es ein
schneller, als man glaubt
Der
Vater meines Vaters hats bis 70 geschafft
Danach hat er auf einmal nichts mehr gerafft
Er
wusste nicht mehr, wie er heißt - hat seine Frau nicht mehr
erkannt
Oft ist er auf dem Weg nach hause irgendwohin gerannt
Natürlich kam´s nicht über
Nacht, es kam uns nur so vor
Als der Arzt sein Urteil
sprach da wars, als ob ich ihn verlor
Es war ein großer Schock, es ist eine schwere Last
Du brauchst Kraft und die
hast du nur wenn du jemanden an deiner Seite hast
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geändert:
29.06.2010
Im Überblick

Zentrale
Information bei:
Reinhard
Zedler
Tel: 07731 / 95 80 11
E-Mail:zedler@awo-konstanz.de

Die Gruppe
in
Konstanz
Chérisystr. 15
78467 Konstanz
trifft sich in der Regel
jeweils
am ersten Montag
eines Monats, um
14 Uhr 30 bis 16 Uhr
Termine 2010:
11.01, 08.02, 08.03, 12.04, 03.05, 07.06,
05.07, 06.09, 04.10, 08.11, 13.12.
Die Gruppe in
Singen
trifft sich:
in der Regel
jeweils am letzten Freitag
eines Monats,
14 Uhr 30 bis 16 Uhr
Termine 2010:
Termine: 29.01./
26.02./ 26.03./30.04./ 28.05./ 25.06./ 30.07./ 24.09./ 29.10./ 26.11./
17.12.
Mit finanzieller Unterstützung nach
§ 20 c SGB V (Kassenartenübergreifende
Gemeinschaftsförderung) in der Region Hochrhein-Bodensee 2010
durch:
AOK / BetriebsKK / IKK classic / Knappschaft / LKK / vdek e.V.
Die Gruppe wird von
Tobias Volz
geleitet vom Pflegedienst "Aktive
Lebensgestaltung mit Senioren", Allensbach
Links zum Thema
WELTALZHEIMERTAG
Seit 1994 finden am
21. September in
aller Welt vielfältige Aktivitäten statt, um die
Öffentlichkeit auf die Situation der Alzheimer-Kranken und ihrer
Angehörigen aufmerksam zu machen. Weltweit sind etwa 24,3
Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen, zwei Drittel davon
in Entwicklungsländern. Bis 2040 wird die Zahl auf voraussichtlich
81 Millionen ansteigen, besonders dramatisch in China, Indien und
Lateinamerika. Der Welt-Alzheimertag wird von der Dachorganisation
Alzheimer’s Disease International (London) (www.alz.co.uk) weltweit
unterstützt. Das Motto des Welt-Alzheimertages 2008 lautete in
Deutschland: "Aktiv für Demenzkranke"
TIPP:
Bürgertelefon
der Bundesregierung zur gesetzlichen Krankenversicherung:
(0,12
€/Min. aus dem deutschen Festnetz)
(Montag
bis Donnerstag
zwischen 8 Uhr und 20 Uhr)
01805
/
99 66 02
Bürgertelefon der Bundesregierung zur gesetzlichen
Pflegeversicherung:
(0,12
€/Min. aus dem deutschen Festnetz)
(Montag
bis Donnerstag zwischen 8 Uhr und 20 Uhr)
01805 / 99 66 03
Alzheimertelefon
der deutschen Alzheimergesellschaft:
(0,09 EURO pro Minute aus dem deutschen
Festnetz)
(Montag bis Donnerstag, 9-18 Uhr
Freitag,
9-15 Uhr)
01803 / 171017
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