
Der
Kreisverband Konstanz stellt sich vor

Sitz
der Geschäftsstelle ist in Singen am Heinrich-Weber-Platz.
Wegbeschreibung (pdf)
Wer war Heinrich-Weber?
Heinrich Weber wurde zwar 1885 in Freiburg geboren, doch sein Vater
entstammte der Altsingener Weber-Sippe und kehrte später mit
seiner Familie hierher zurück. Der Sohn Heinrich leistete seine
Militärdienstpflicht bei der Marine ab, wohin er nach Ausbruch des
ersten Weltkrieges wieder einberufen wurde. Beruflich war er bei der
Fitting als Heizer und Maschinist tätig. Nach seiner Rückkehr
aus dem Krieg trat er der SPD bei und blieb Mitglied bis zu deren
Auflösung im Jahre 1933. Von 1924 bis 1933 gehörte er dem
damaligen Bürgerausschuß an, daneben war er Schöffe
beim Schöffengencht in Konstanz sowie Mitglied und teilweise im
Vorstand der Gewerkschaft der Heizer und Maschinisten, Konstanz Seine
besondere Zuneigung galt dem Touristen-Verein ”Die Naturfreunde”, dem
er seit 1920 angehörte und wo er von 1923 bis 1933 als Obmann (1.
Vorstand) tätig war. Seiner Initiative verdanken die Naturfreunde
den Erwerb des herrlich gelegenen Seegrundstücks bei Markelfingen,
wo die Mitglieder mit Ihren Familien baden konnten zu einer Zeit, als
man im Aachbad noch streng auf die Trennung der Geschlechter achtete.
Zusammen mit Apotheker Albert Funk beteiligte sich Heinrich Weber um
1930 bei den Ausgrabungen im bedeutenden vorgeschichtlichen
Gräberfeld in der Nordstadt. Er fand Scherben einer
urnenfelderzeitlichen Siedlung am Hohentwiel und entdeckte die
Bandkeramikersiedlung Scharmenseewadel am Tannenberg. Am Petersfels bei
Engen barg er altsteinzeitliche Werkzeuge und besaß eine
sehenswerte Mineraliensammlung. Funde von ihm kamen ins Badische
Landesmuseum in Karlsruhe. Nach seinem Tode übergab seine Witwe,
Frau Lydia Weber, sieben Tafeln mit rund 200 wohlgeordneten
Fundstücken aus den genannten Fundstellen sowie aus der Bohlinger
Schlucht und dem Öhninger Steinbruch an Apotheker Funk für
das damals geplante Hegaumuseum. Noch im Jahre 1933 begann Heinrich
Weber mit zwei Gesinnungsfreunden, zu denen sich bald noch einige
weitere gesellten, mit dem Bau von Siedlungshäusern. Nach dem
Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wurden mehrere hiesige
Bürger, darunter Heinrich-Weber, verhaftet und ins
Konzentrationslager Natzweiler im Elsaß verbracht. Über
Dachau kam Weber zuletzt ins Lager Mauthausen, wo er am 25. September
1944 verstarb. Die Urne mit seiner Asche gelangte nach Singen.
Im Jahre 1945 wurde die Häusergruppe in Heinrich-Weber-Siedlung
umbenannt. Seit den siebziger Jahren sind die Häuser in das neue
Industriegebiet eingebunden und ist der Name Heinrich-Weber-Siedlung
verschwunden. Schon am 10. September 1991 erhielt der neue Platz am
ehemaligen Storchenbrunnenareal den Namen Heinrich-Weber-Platz .
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geändert: 25.03.2009
Der Heinrich-Weber-Platz ca 1960:
ca 1976:

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